Surfinia oder Hängepetunien gehören zu den häufigsten Blumen, die zur
Dekoration von Balkonen verwendet werden. Die Züchtung stammt aus Japan und gilt
nicht nur als wetterfest, sondern auch als genügsam und einfach in der Aufzucht.
Da sie schnell wachsen, stellen sie lediglich gewisse Anforderungen an den Raum,
der ihnen dazu zur Verfügung steht.
Bis sie ihre volle Größe erreicht hat, sollte die Surfinia alleine stehen, damit
sich ihre Wurzeln gesund ausbreiten können. Danach reicht es allerdings, sie mit
genügend Abstand in einen großen Topf mit anderen Pflanzen einzusetzen. Da die
im Fachhandel erhältlichen Surfinien meist schon fast ausgewachsen sind, können
sie problemlos in den endgültigen Topf gesetzt werden. Der Standort der Surfinia
muss sonnig und warm sein. Regen und Kälte sowie kühle Windstöße verträgt sie
nicht gut - davor sollte sie geschützt sein.
Am besten eignet sich für die Surfinia ein Wasserspeicherkasten. Diese gibt es
in unterschiedlichen Formen. Manche sind größer angelegt und eignen sich für die
Aufstellung im Garten, andere wiederum sind dazu gedacht, an den Rand des
Balkons gehängt zu werden. Die Pflanzenerde muss nährstoffreich und
luftdurchlässig sein - in der Regel reicht handelsübliche Blumenerde aus.
Außerdem sollte man darauf achten, die Umgebung feucht zu halten. Trockene
Pflanzenerde vertragen Surfinien schlecht. Sie müssen vor allem im Sommer
regelmäßig gegossen werden: Bei extremer Hitze brauchen sie frühmorgens und
spätabends vor und nach Sonnenuntergang frisches Wasser.
Die Surfinia hat einen sehr hohen Bedarf an Dünger. Vor allem in der
Wachstumsphase braucht sie Magnesium und Eisen. Ausgewachsene Pflanzen sollten
regelmäßig NPK-Dünger erhalten, der Natrium, Phosphat und Kalium erhält. Dies
sind essenzielle Nährstoffe, die der Surfinia beim Aufbau ihrer Zellen sowie bei
der Zellreparatur helfen. In der Anfangsphase sollte das Mischungsverhältnis der
Düngemittel 1:1:1 betragen. Bei der Versorgung mit NPK-Dünger sollte man sich an
die Anweisungen auf der Packung halten oder im Fachhandel erfragen, wie viel der
Surfinia gut tut.
Ganzjährig lassen sich Surfinien nicht draußen halten. Sobald es kalt wird,
müssen sie im Innenraum überwintert werden. Die Pflanze verträgt Temperaturen im
Außenbereich ab 20°C - bei kälteren Temperaturen, kalten Nächten oder Nacht-
sowie Bodenfrost stirbt sie ab und blüht auch im nächsten Frühling nicht wieder
auf. Zur Überwinterung werden sie deswegen in den Innenraum gestellt und bei
etwa 10°C gelagert.
Das sorgt dafür, dass sie natürlich auf den Winter reagieren können, ohne daran
zugrunde zu gehen. Der ideale Lagerplatz für Surfinien im Winter wäre ein
beleuchteter Keller. Auf Licht sind die Pflanzen weiterhin angewiesen, würden
die warmen Temperaturen im Wohnbereich des Hauses aber nicht gut vertragen. Sie
können zur Überwinterung entweder im Wasserspeicherkasten umgestellt werden -
wenn dieser nicht transportiert werden kann, werden die Surfinien umgetopft und
bei Temperaturen ab 20°C wieder ins Freie umgesetzt.