Die zur Familie der Zypressengewächse gehörende Thuja, auch als Lebensbaum bekannt, erfreut sich dank ihres schnellen Wachstums großer Beliebtheit. Besonders schön ist die als Smaragd Thuja bekannte bläuliche Variante. Innerhalb weniger Jahre bilden die pflegeleichten und anspruchslosen Pflanzen hohe blickdichte, auch als Windschutz bestens geeignete Hecken.
Smaragd Thuja wachsen zwar in fast jedem Boden, wenn sie nur genügend Wasser bekommen, ein kalkhaltiger oder alkalischer Boden wird jedoch bevorzugt. Beim am besten im Frühjahr vorzunehmenden Pflanzen sind reichliche Gaben von Kompost einem schnellen Einwurzeln förderlich. Ist die Thuja eingewachsen, so kann in der Regel auf Dünger verzichtet werden, ein Anhäufeln von Rasenschnitt oder abgefallenem Laub um die Pflanze herum gibt der Smaragd Thuja genügend Nährstoffe. Wer unbedingt düngen will, der kann im Frühjahr etwas Koniferendünger oder einen anderen Dünger mit hohem Magnesiumanteil verabreichen – etwa 25 Gramm Dünger auf einen Meter Hecke genügen. Eine ausgiebige dreimalige Wässerung pro Woche in der ersten Saison nach dem Pflanzen verhindert das Vertrocknen der Smaragd Thuja.
Ist diese richtig eingewurzelt, ist eine Wässerung nur noch während ausgedehnter Trockenperioden sowohl im Sommer als auch im Winter notwendig.
Smaragd Thuja wachsen etwa 20 cm pro Jahr und erreichen zwar Höhen von 6 m und mehr, sie vertragen jedoch auch kräftige Rückschnitte in der Höhe sehr gut und können deswegen als niedrige Hecke gehalten werden. Grundsätzlich sollten die Seiten der Thujahecken trapezförmig geschnitten werden, damit auch die unteren Bereiche genügend Sonne erhalten, praktische Erfahrung zeigt jedoch, dass auch gerade geschnittene Hecken der Smaragd Thuja unten nicht verkahlen.
Im Idealfall sollte zweimal pro Jahr geschnitten werden, und zwar im Frühjahr zu Beginn der Wachstumsperiode und im Frühsommer.
Ein starker Rückschnitt etwa alle 7 Jahre sorgt für ein dichteres Wachstum. Der Schnitt sollte am besten bei bedecktem Himmel erfolgen, damit direkte Sonneneinstrahlung die durch den Schnitt freigelegten und bisher beschatteten Triebe nicht gleich verbrennt.
Smaragd Thuja sind zwar allgemein recht widerstandsfähig, ein Überangebot an Salz kann jedoch zum Kümmern und Absterben einzelner Pflanzen führen. Dies kann besonders bei Thujahecken der Fall sein, die neben einer Straße angepflanzt wurden und deren Pflanzsubstrat durch den winterlichen Eintrag von Streugut versalzt. Hiergegen hilft nur, den Wurzelbereich durch Abdeckung möglichst gegen das Streusalz zu schützen.
Bisweilen werden Smaragd Thuja auch von Schädlingen wie etwa der Miniermotte und dem Thujaborkenkäfer befallen. Aus den Eiern der Miniermotte schlüpfen Maden, welche die Triebe der Thuja anfressen, die dann braun werden und abfallen. Auch der kleine, rundlich-schwarze Thujaborkenkäfer sorgt durch Verbiss für ein Absterben von Zweigen.
In beiden Fällen sind befallene Zweige zu entfernen, bei schwerem Befall ist im Juli mit entsprechenden Mitteln zu spritzen. Dasselbe gilt für von dem Schadpilz Kabatina thujae befallene Zweige: auch diese müssen schnell entfernt werden, um ein Ausbreiten des Befalls zu verhindern.