Bereits im Mittelalter waren Tulpen heiss begehrt. Im 16. und
17.
Jahrhundert waren sie besonders in den Niederlanden wertvoller als
Gold. Heute sind die Zwiebeln zwar nicht mehr so viel wert wie noch vor
ein paar Hundert Jahren, aber für Hobbygärtner sind sie ein
kleiner Schatz im Frühlingsgarten und wohl nicht mehr wegzudenken.
Über 150 verschiedene Arten gibt es mittlerweile schon auf
dem
Markt. Die ausgewachsene Pflanze wächst ungefähr 10 bis 70
Zentimeter hoch. Die Farbenvielfalt und die besondere Form der
Blütenblätter, machen wohl den besonderen Reiz dieses
Frühlingsblühers aus.
Beim Kauf der Zwiebeln sollte man darauf achten, dass sie
fest und
trocken sind. Sie werden spätestens vor dem ersten Frost (etwa im
September) etwa 20 Zentimeter tief in die Erde, kleine Wildtulpen nur
etwa 10 Zentimeter. Dann sind für die Tulpen die besten
Voraussetzungen gegeben, im Frühjahr ihre volle Blüte zu
entfalten.
Ein Auge sollte man allerdings stets auf Wühlmäuse im Garten
haben, denn die mögen die Tulpenzwiebeln besonders gern. Tulpen
sind nicht besonders pflegeintensiv und wachsen in fast jedem Garten.
Ideal ist für die Pflanze allerdings ein sonniger Platz im
lockeren Gartenboden, denn Staunässe gefällt den Pflanzen
nicht. Ihr Wasserbedarf ist insgesamt sehr niedrig. Im Frühjahr
kann man sich daher sehr gut auf die Natur verlassen. Nur wenn Regen
längere Zeit ausbleibt, sollte man mit der Gießkanne
nachhelfen.
Darüber hinaus sind die Tulpen auch winterhart, Kälte macht
ihnen somit nichts aus, sollte es Anfang des Jahres noch zu einem
überraschenden Winterausbruch kommen. Im Mai sind die Tulpen in er
Regel wieder verblüht. Dann ist es wichtig - möchte man die
Tulpe im nächsten Jahr wieder im Garten zu sehen bekommen - die
verblühten Kronen azuschneiden. Dadurch gewinnt die Tulpenzwiebel
genug Energie aus dem Stängel und den Blättern, um eine neue
Zwiebel zu produzieren.
Als Schnittblumen sind Tulpen übrigens meist ungeeignet, denn
im
Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, verdorren sie sehr schnell,
sodass die Freude an einem bunten Strauß bald verloren geht.
Canaspa und Angelique sind zwei der wenigen Tulpensorten, die sich auch
als Schnittblumen eignen.