Die Gattung der Veilchengewächse umfasst zahlreiche Arten
(etwa
500) von Veilchen. Diese Veilchenarten sind nahezu überall auf der
Erde zu finden. In den meisten Fällen wachsen Veilchen jedoch in
einem gemäßigten Klima. Die so genannte Veilchenzeit reicht
von Februar bis März. Oft blühen Veilchen im Spätsommer
ein zweites Mal.
Veilchen bestäuben sich selbst und benötigen demnach keine
Insekten, um ihren Samen zu verstreuen. Da manche Veilchen den Schatten
lieben, findet man sie vor allem an Waldrändern, Zäunen oder
an Hecken. Manche allerdings - wie beispielsweise die Hornveilchen -
blühen dagegen in voller Sonne. Gegen den Frost sind viele
Veilchenarten resistent, da sie an das mitteleuropäische Klima
angepasst sind.
Der Wasserbedarf eines Veilchens ist in der Regel nicht hoch,
allerdings kann das Wachstum durch ein stets feuchtes Substrat
beschleunigt werden. Trockene Perioden überstehen Veilchen meist
problemlos.
Auch der Bedarf an Nährstoffen ist bei den Veilchen gering.
Da sie
nach der Blüte oftmals entsorgt werden, muss dem
Nährstoffbedarf keine große Beachtung geschenkt werden.
Pflanzt man selbst Veilchen an, blühen diese in der Regel erst im
zweiten Jahr. Blühen sie schon im ersten Jahr, blühen sie
meist sehr spät.
Eine Besonderheit der Veilchen liegt in ihrer Fähigkeit als
Wetterpflanze. Rosa Veilchen können sich bei Kälte blau
färben, Violette Veilchen werden schieferblau. Die Veilchen werden
oftmals aus diesem Grund als "Thermometer" bezeichnet. Allerdings
reagieren sie auf zu kalte Temperaturen (unter 8 Grad Celsius), indem
sie keine Blütenknospen bilden.
Die Nutzung der Veilchen ist sehr vielseitig. Sehr häufig
wird das
Veilchen als Zierpflanze verwendet. In den Gärten findet man
demnach oftmals Duftveilchen, Pfingstveilchen oder Stiefmütterchen.
Manche Veilchenarten können auch verspeist werden Das
Märzveilchen wird sehr gerne zu einem leckeren Salat verwendet.
Die Blüten des Märzveilchens lassen sich jedoch auch zu einem
Tee verarbeiten, welcher Erkältungen lindert und Husten heilen
kann. Durch seine schweißtreibende Wirkung, wird der Tee auch
häufig bei Fieber angewendet.
Zudem können auch sehr viele andere Beschwerden mit
der Hilfe
von Veilchen gelindert werden. In der Geschichte verwendete Hippokrates
beispielsweise, das Veilchen gegen Sehstörungen oder auch
Kopfschmerzen. Auch gegen Pickel, Rheuma, Gicht, Fieber, Ekzeme,
Angstzustände und viele andere Krankheiten soll das Veilchen
Wirkung zeigen. Heute wird dem Veilchen allerdings hauptsächlich
eine Heilung bei Erkrankungen der Atemwege nachgesagt.
Außer der dunkelvioletten Viola odorata, welche einen sehr
angenehmen Duft verbreitet, duften Veilchen in der Regel nicht.