Verblühte Blumenzwiebeln sehen nicht immer schön aus - besonders Narzissen
entwickeln eigenartige Formen, nachdem sie verblüht sind. Da Blumenzwiebeln aber
jedes Jahr neue Blüten nachbilden, werden sie nicht entfernt, sondern müssen in
der Erde gelassen werden. Die alten Blüten müssen dabei dem natürlichen
Verwesungsprozess überlassen werden, da das ansonsten der Gesundheit ihrer
Zwiebel schadet. Der Gärtner sollte dabei höchstens sanft nachhelfen.
Bei der verblühten Blumenzwiebel wird zunächst die abgestorbene Blüte braun.
Sobald sie sich verfärbt, kann man davon ausgehen, dass sie tot ist und
demnächst von alleine abfallen wird. Für die Blumenzwiebel stellt sie allerdings
eine Belastung dar, auch wenn sie nicht mehr mit Nährstoffen versorgt wird. Kein
Lebewesen verträgt es besonders gut, totes Material an sich zu tragen. Bevor man
eingreift, sollte man abwarten, bis die Blüte vollständig abgestorben ist und
sich bräunlich verfärbt. Sie sollte sich vertrocknet und brüchig anfühlen. Wenn
es so weit ist, wird der braune Teil der Blüte vorsichtig mit den Fingern
abgetrennt und entsorgt - das stellt eine große Entlastung für die Blumenzwiebel
dar.
Der übrig gebliebene grüne Stängel beginnt von den Blättern an zu zerfallen.
Sobald die Blüte abgestorben ist, verfärben sich die Blätter braun und werden zu
Laub. Auch die Blätter dürfen nicht entfernt werden, bis sie vollständig braun
geworden sind - erst dann können sie vorsichtig mit den Fingern entfernt werden.
Um den Stängel selbst braucht man sich keine weiteren Gedanken zu machen. Er
wird im Winter von alleine absterben und wird zugunsten der neuen Blüte von der
Blumenzwiebel selbst abgestoßen. Abtrennen sollte man ihn allerdings nicht, denn
darunter leidet ihre Gesundheit.
Manche Blumenzwiebeln sehen besonders unschön aus, wenn sie sich im Abbau
befinden. Sie stören die Atmosphäre des Gartens, der auch im späten Herbst noch
schön aussehen kann. Wenn bekannt ist, dass die verblühten Pflanzen kein gutes
Bild abgeben, kann man die Zwiebeln von vornherein in Blumentöpfe einpflanzen,
um sie beim Verblühen etwas versteckter aufzustellen. Wenn es sich um ein Beet
handelt, dann kann man bereits beim Einsetzen der Blumenzwiebeln darauf achten,
sie geschickt zu setzen. Die früh verblühenden Arten sollten in den Hintergrund
des Beets kommen, die Spätblüher sollten eher vorne gepflanzt werden, damit sie
die verblühten Stängel im Herbst verdecken können. Hilfreich sind aber auch
Wühlmauskörbe: In diese werden die Blumenzwiebeln bereits beim Pflanzen gesetzt.
Dadurch können sie leicht aus der Erde entfernt werden, wenn die Blumen verblüht
sind, um anschließend in einen Pflanzentopf umgesetzt zu werden.
Grundsätzlich gilt, nichts von der verblühenden Pflanze abzutrennen, das noch
nicht abgestorben ist. Braune Bestandteile stellen zwar eine Belastung für die
Blumenzwiebel dar - noch gefährlicher ist es allerdings, lebende Bestandteile zu
entfernen. Dadurch hat sie nicht nur totes Material abzustoßen, sie muss auch
frische Wunden versorgen.