Diesen seltsam anmutenden Namen verdankt die Pflanze, die
auch unter
der Bezeichnung Anti-Katzen-Kraut bekannt ist, vor allem der Tatsache,
dass sie Katzen, Hunde und sogar Kaninchen aufgrund ihres unangenehmen
Duftes im Umkreis von bis zu zwei Metern vertreiben soll.
Wer
Verwüstungen seiner liebevoll angelegten Beete und
Verunreinigungen von
Spielplätzen, Gräbern und Grünanlagen durch
Hinterlassenschaften von
Katzen und Hunden vermeiden will, findet somit in der
Verpiss-Dich-Pflanze eine einfache und ökologische Lösung,
die übrigens
auch vom Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) begrüßt
wird. Dies liegt vor allem daran, dass die
fleischigen silbrigen Blätter der Pflanze ätherische
Öle produzieren, deren Geruch an Gummi und an die Duftmarke eines
Katers
erinnert, wodurch unerwünschte vierbeinige Eindringlinge auf
Abstand
gehalten werden.
Während Katzen und Hunde den Geruch schon im Umkreis
von zwei Metern wahrnehmen, empfindet ihn die menschliche Nase erst
nach intensivem Zerreiben der Blätter. Vor Schädlingen wie Raupen,
Schnecken und dergleichen, schützt der strenge Geruch jedoch nicht.
Die so genannte Verpiss-Dich-Pflanze (bontanischer Name
Coleus canina),
die seit 2001 auf dem deutschen Mark erhältlich ist, ist das Ergebnis
der Züchtung des schwäbischen Gärtners Dieter Stegmeier, der eine
Buntnesselart mit einer australischen Pflanze kreuzte. Es handelt sich
um einen Harfenstrauch, der von Mai bis Juni blauviolette, etwa drei
Zentimeter
lange Lippenblüten trägt und am besten in der vollen Sonne oder im
Halbschatten gedeiht.
Der Boden sollte durchlässig und nährstoffreich
sein. Die Pflanze wird bis zu 40 Zentimeter hoch und sollte auf keinen
Fall zu
feucht, sondern eher trocken gehalten und regelmäßig gedüngt werden. Da
sie trotz unproblematischer Pflege relativ frostempfindlich ist,
empfiehlt sich eine Überwinterung an einem hellen Standort bei einer
Temperatur von mindestens 10 Grad Celsius.
Es bietet sich aber auch die
Möglichkeit, im Herbst Stecklinge zu schneiden und diese in feuchtem
Sand zu überwintern. Bis Mitte Mai können sie dann ausgepflanzt oder in
Töpfe und Kübel im Garten verteilt werden. Um eine optimale Wirkung zu
entfalten, müssen die Pflanzen eine bestimmte Größe erreicht haben und
sollten im Abstand von etwa 20 Zentimetern bis zu einem Meter, um die
zu schützende
Fläche gesetzt werden.
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Leser-Kommentare
(1)
Gaby
(24.12.2010 08:00:16)
Wenn die Pflanze wirkt werde ich sie wohl mal kaufen
Aber hier wird gesagt, daß man die Pflanzen um die zu schützende Fläche setzen soll
Aber wie ist es im Herbst oder Winter
Da muß ich sie doch wieder ausbuddeln
Und das bei 1 Meter Höhe?