Gartengemeinschaft.de

Gartentipps suchen
Unser Freund werden



Die Gartenecke
Zimmerpflanzen
Gartenpflanzen
Gartenteich
Gartengeräte
Gartenmöbel
Obstgarten
Gemüsegarten
Rasen
Schädlinge
Pflanzendüngung
Pflanzenvermehrung
Kompost
Gartengestaltung
Gartenpflege
Tipps & Tricks
Die Hausecke
Rund ums Haus
Technik & Energie
Einrichtung & Deko
Heimwerker Tipps
 

 

Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Wacholder

Wacholder





Wacholder ist das auf der Welt am weitesten verbreitete Nadelgehölz. Ob er nun ein Strauch oder ein Baum ist, lässt sich nicht immer zweifelsfrei sagen. Er kommt in vielerlei Gestalt vor - säulenförmig, flachwüchsig oder sogar kriechend. Die gelegentliche Bezeichnung "Zypresse des Nordens" besagt schon, dass der Wacholder zu den Zypressengewächsen zählt. Fast ausschließlich in Wäldern wachsen Exemplare mit Baumform. Man erkennt sie daran, dass am unteren Stamm keine Äste vorhanden sind.

Die verschiedenen Jahreszeiten beeindrucken den Wacholder nicht. Er verträgt Eiseskälte, braucht aber zugleich viel Licht. Daher gedeiht er gut im Freiland. Außerordentlich oft findet man ihn in der Heide. Die Besonderheiten bestehen beim Wacholder darin, dass es nur männliche oder weibliche Pflanzen gibt und er keine verholzten sondern Beerenzapfen hervorbringt. Diese werden erst im dritten Jahr geerntet. Im ersten Herbst sind sie noch hart und auch noch grün, ein Jahr später werden sie schwarzblau und fleischig, mit wachsigem Überzug. Je nach Gegend und Witterung kann sich die Reife bis in das folgende Jahr hinausziehen.

Wacholder eignet sich gut für die Stadt. Das Stadtklima und die verschmutzte Luft können ihm nichts anhaben. Er verträgt sich gut mit Birken, Kiefern, Wildrosen und Ebereschen. Ginster, Königskerze, Thymian, Nelken und Heidekraut können sowohl auf Beeten von öffentlichen Anlagen als auch im eigenen Garten wunderbare Nachbarn das Wacholderstrauches sein und mit ihm zusammen gestalterische Akzente setzen.

Dichte Hecken aus Wacholder sind keine Seltenheit. Er verträgt aber auch das Schneiden sehr gut und so manche immergrüne Skulptur kann in Vorgärten bewundert werden. Jedoch nehmen ältere Sträucher das Verpflanzen übel.

Wacholder hat ein sehr langsames Wachstum. Einzelstücke in Baumform schaffen gerade mal einen Meter in zehn Jahren. Er kann aber bis zu 12 Metern groß werden. Dem Boden gegenüber ist er anspruchslos. Sandigen Boden verträgt er gleichermaßen wie lehmigen, wechselnd feuchten oder trockenen. Allerdings gedeiht er besonders gut, wenn der Boden einigermaßen trocken, sandig und leicht sauer ist. Kalkboden verträgt er auch.

Wacholder wird sehr alt. 500 Jahre sind keine Seltenheit, er soll aber ebenso 2000 Jahre überstehen können. Zahlreiche Insekten und auch einige Pilze fühlen sich in der Nähe des Wacholders wohl. Bienen nutzen ihn als Pollenspender. Vögel suchen in den Zweigen Schutz und das Wild findet in der kalten Jahreszeit einen Unterschlupf.

In Hausgärten sieht man den Wacholder oft als säulenartigen Strauch. Seine Bedeutung erlangte er seit jeher, weil alle Teile eine heilsame Wirkung haben, die bei vielen Beschwerden genutzt wird. In alten Bräuchen, Märchen, Mythen und Sagen hat der Wacholder einen festen Platz. Bekannt und beliebt sind die Wacholderbeeren als Küchengewürz. Abgesehen von der Geschmacksverbesserung fördern sie die Verdauung. Wacholderspäne verschaffen beim Räuchern dem Fleisch, der Wurst oder dem Fisch eine einzigartige Würze.
Gin, Genever und Steinhäger gehören zu den bekannten Wacholderschnäpsen. Sie wirken appetitanregend.

Der wissenschaftliche Name des Wacholders ist juniperus communis. Den Namen Juniperus gab es schon bei den Römern.  Im Volksmund gibt es zahlreiche andere Namen. Einige davon sind: Feuerbaum, Jachelbeerstrauch, Knirkbusch, Kranawetsbaum, Kranawitten, Wachandel, Wachulder, Wachtelbeerstrauch, Weihrauchbaum, Krammetsbaum, Kranewitt, Kranewitter, Machandelbaum, Räucherstrauch, Weckholder und Kaddig.

Der Wacholder ist auf der ganzen nördlichen Halbkugel verbreitet, in den Ebenen genauso wie im Hochgebirge. Nun seien noch einige Sorten für den Hobbygärtner genant:  Gelber Wacholder – juniperus media „Old Gold“ mit breitem Wuchs,
Teppichwacholder – juniperus communis „Hornibrookii“, der dicht und mattenförmig wächst, Blauzeder – Wacholder „ Meyeri“ – juniperus squamata „Meyeri“, ein großer aufrechter Strauch,  Blauer Zwergwacholder – juniperus squamata „ Blue Star“ mit rundem dichtem Wuchs.


Diese Seite empfehlen | Diese Seite verlinken





Beliebte Artikel:

Hyazinthen
Alpenveilchen
Sommerflieder
Bambus



Sie können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns auf Ihre Tipps:


Leser-Kommentare (0)


Ihr Name:


Ihr Kommentar:


Sicherheitsabfrage:






Impressum · Online Redakteur gesucht · Haftungshinweise · Sitemap