Als Westernkaktus wird im Handel die "Euphorbia trigona" bezeichnet, die zwar
Ähnlichkeit zu einem Kaktus aufweist, aber keiner ist. Das Wolfsmilchgewächs ist
in Namibia und Südafrika beheimatet, wo es aufgrund der hohen Temperaturen und
der ständigen Sonneneinstrahlung ganzjährig wächst. Der Westernkaktus zeichnet
sich aus durch seinen charakteristischen grünen Stamm, der etwas abgeflacht ist,
sowie durch seine Blätter. Diese sind meist ebenfalls grün, seltener nehmen sie
einen rötlichen Farbton an. Da der Westernkaktus andere Anforderungen an sein
Klima stellt als die Pflanzen des mitteleuropäischen Raums, braucht er besondere
Pflege, um in diesen Breiten überleben zu können.
Der Westernkaktus braucht einen sonnigen Standort. In seiner Heimat ist er fast
ständig der Sonne ausgesetzt, sein Stoffwechsel ist darauf optimiert. Eine
sonnige Fensterbank ist der ideale Platz für ihn - wenn es dort zu kalt wird,
reicht auch ein heller Platz auf dem Tisch oder dem Regal. Er kann im Sommer
auch draußen aufgestellt werden, verträgt Temperaturen unter 12°C aber schlecht
- bei nächtlicher Kälte sollte er auf jeden Fall im Haus bleiben dürfen. Wenn
der Westernkaktus draußen steht, braucht er einen windgeschützten Standort.
Ähnlich wie echte Kakteen verträgt der Westernkaktus keine zu großen
Wassermengen auf einmal. Er braucht nur wenig davon und darf nicht nass stehen.
Wenn die Nässe zu lange im Topf bestehen bleibt, kann es passieren, dass die
Wurzeln abfaulen und die Pflanze stirbt. Lieber sollte der Westernkaktus zu
trocken als zu nass gehalten werden, denn er verträgt Trockenheit von Natur aus
besser. Er wird zwar seine Blätter verlieren, wenn er nicht mit ausreichend
Wasser versorgt wird, wird allerdings im nächsten Frühling neue entwickeln. Der
konkrete Wasserbedarf der Pflanze richtet sich nach der Jahreszeit. Die
Wachstumsphase des Westernkaktus erstreckt sich von März bis September - in
dieser Zeit braucht er ausreichend Wasser. Er sollte feucht, aber nicht nass
gehalten werden. In den Wintermonaten hingegen ist es besser, ihn nur selten zu
wässern. Das gleicht am ehesten seinen natürlichen Lebensbedingungen.
Wie vielen Kakteen tut dem Westernkaktus die Düngung zur richtigen Zeit gut. Er
braucht vor allem in der Wachstumsphase regelmäßig Dünger. Am besten hält man
sich dazu an die Anweisungen auf der Verpackung oder fragt im Fachhandel nach
der richtigen Menge. Diese hängt unter anderem von der Wasserzufuhr und vom
Standort ab.
Da der Westernkaktus am besten in lockerem Substrat gehalten wird, kann es
passieren, dass seine Standfestigkeit mit der Zeit nachlässt. Das liegt daran,
dass die Pflanze wächst und ihre Wurzeln die Position im Topf verändern. Wenn
sie zu groß wird, lockert sich ihre feste Position. In diesem Fall muss sie
umgetopft werden. Es kann weiterhin dasselbe Substrat verwendet werden, der
Blumentopf muss allerdings größer sein als der bisherige.