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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Wunderblume überwintern

Wunderblume überwintern





Die Wunderblume (Mirabilis jalapa) ist an ihrem natürlichen Standort eine mehrjährige, ausdauernde Pflanze. Aus Zentralamerika stammend hat sie längst in Europa als Zierpflanze Einzug gehalten und wird in mannigfaltigen Farbvarianten gezüchtet. Die Bezeichnung ‚Wunderblume’ geht vermutlich darauf zurück, dass an einer einzigen Pflanze Blüten verschiedener Farben und Farbmischungen auftreten.

Hierzulande blüht die Wunderblume meist durchgehend von Mai bis in den Oktober. Oft werden die Samen im Frühjahr in Blumenbeeten gesetzt, wo sie vorzüglich wachsen bis zum Herbst. Da die Pflanze nicht winterhart ist, werden sie im Herbst ihrem Schicksal überlassen und als einjährige Pflanzen angesehen. Doch die Wunderblume kann durchaus mehrjährig gehalten werden. Neben der Variante, nur die vielfach gebildeten Samen von der Pflanze abzunehmen und diese neu auszusäen, gibt es auch noch andere Möglichkeiten, die Pflanze selbst auch im nächsten Jahr wieder blühen zu lassen. Zwar sind erstjährige Pflanzen meist etwas blühfreudiger als Ältere, doch überzeugen mehrjährige Wunderblumen natürlich durch ihren kräftigeren Wuchs.

Wenn die Wunderblume im Pflanztopf oder als Kübelpflanze gezogen wurde, so wird damit zum Überwintern wie mit den üblichen Balkonpflanzen verfahren. Im Herbst wird, noch vor dem ersten Frost, der Topf mit der ganzen Pflanze in einen kühlen, hellen Innenraum gebracht. Eine konstante Raumtemperatur von über fünf Grad Celsius hat sich dafür am besten bewährt.

Die überwinternden Pflanzen sollten keinen Schwankungen der Temperatur ausgesetzt werden, auch sollte es nicht wärmer als zehn bis fünfzehn Grad werden. Ein Rückschnitt vor dem Überwintern ist nur selten nötig. Falls sich besonders lange Triebe abzeichnen, die sich nach den letzten Sonnenstrahlen strecken, können diese getrost gekürzt werden. Sollte es im Winterquartier kurzzeitig warm werden und die Wunderblume beginnt daraufhin, Blüten auszubilden, sollten diese frühzeitig abgenommen werden. Gegossen wird sparsam, trotzdem muss das Austrocknen unbedingt verhindert werden.

Falls kein heller, kühler Raum zur Verfügung steht, bietet sich auch noch eine Alternative zur Überwinterung der ganzen Pflanze an - die Mirabilis bildet eine knollenartige, dicke Rübenwurzel, in der sie die gebildeten Nährstoffe für das Austreiben im nächsten Jahr speichert. Zum Überwintern kann man die Pflanze auch oberirdisch von der Rübenwurzel abtrennen, um diese dann auszugraben. Die Wurzel kann dann für Monate nicht zu trocken, dafür kühl und dunkel gelagert werden.

Diese Technik empfiehlt sich eher nur für erstjährige Pflanzen, da die Wurzeln älterer Exemplare große Ausmaße erreichen können. Nicht nur das Ausgraben wird dadurch erschwert, auch die Wahrscheinlichkeit die Wurzel zu verletzten steigt. Der Vorteil ist eine schnellere Entwicklung und frühere Blütenbildung im folgenden Frühjahr. Natürlich muss sich die gesamte Sprossachse der Pflanze erst neu bilden wie bei einem Keimling, doch bieten die Speicherstoffe aus der Wurzel ein enormes Energiereservoir. So kann die Pflanze auch im folgenden Jahr noch von ihren Reserven zehren.


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