Die Zierbanane kommt aus der Pflanzengattung bzw.
der Familie der
Bananengewächse (Musaceae). Sie ist eine einkeimblättrige
Pflanze, zur Gattung der Zierbananen gehören gut 100 verschiedene
Arten. "Zier" deshalb, weil diese Pflanzen keine essbaren Bananen als
Früchte ausbilden.
Alle Musa-Arten sind immergrüne, krautige Pflanzen, welche
eine
Lebensdauer von mehreren Jahren haben. Sie haben einen Scheinstamm und
spiralenförmig angeordnete Laubblätter. So sieht die Pflanze
der Palme sehr ähnlich. Die Blätter sind sehr groß und
unterteilen sich in Blattstiel und Spreit. Wenn die Staude ein Alter
von etwa sieben bis neun Monaten erreicht hat, wächst ein
Blütenstand welcher nach unten hängt.
Am Blütenstand sind unzählige - meist rötlich oder
violette - Blüten. Diese wachsen in einer Reihe an der Unterseite
aller Hochblätter. Die Blüten können entweder zwittrig
oder eingeschlechtig sein und befruchten sich selbst. Aus jedem
Blütenstand wachen jeweils zwischen 12 - 20 Bananen, welche auch
Bananenhand genannt werden. Diese wachsen zuerst nach unten, wenden
sich aber nach oben zum Licht, wenn das schützende Hochblatt
abfällt. So erhalten sie ihre typische krumme Form.
Als Zimmerpflanzen werden die Zierbananen immer beliebter, da
sie
besonders schöne, farbige Blüten zeigen. Bei der Musa
velutina - der rosa Zwergbanane - ist sowohl die Blüte als
auch die Frucht von leuchtender rosa Farbe. Die Früchte aller
Zierbananen Arten sind nicht essbar, enthalten aber Samen aus denen
sich neue Bananenpflanzen ziehen lassen. Dies ist auch der Unterschied
zu den Pflanzen, die essbare Bananen als Früchte ausbilden, denn
diese sind steril und tragen keine Samen.
Aufgrund des raschen und großen Wachstums der Bananenstaude
eignet sie sich wohl eher für sehr große Wohnräume oder
aber für einen Wintergarten oder ein Gewächshaus, es sei
denn, man erhält ein Exemplar der Sorte Super Dwarf Cavendish, die
so gezüchtet wurde, dass sie nur etwa einen Meter hoch wächst.
Zierbananen erhält man in allen Baumärkten, Gartencentern und
Pflanzenmärkten. Allerdings lassen sie sich auch Samen selber
ziehen. Samen verschiedener Sorten sind im Internet erhältlich.
Die Keimdauer der Banansamen ist aber relativ lang, sodass man Geduld
und Zeit für die Anzucht benötigt.
Es besteht aber auch die Möglichkeit, so genannte Kindl, aus
einer
bereits vorhandenen Bananenpflanze zu ziehen. Dazu zieht man aus
Wurzelschösslingen kleine Musa-Pflanzen. Diese sollten, wenn sie
etwa fünf Blätter haben, von der Mutterpflanze getrennt und
extra gepflanzt werden. Haben entstehende Schösslinge keine
Verwendung, so sollte man diese schnell von der Mutterpflanze trennen,
um diese nicht unnötig zu entkräften.
Die Staude benötigt einen sehr hellen und warmen Standort. Im
Sommer kann sie draußen stehen, muss aber warm überwintert
werden. Ihr Bedarf an Wasser ist sehr hoch, genauso wie an
Nährstoffen, sodass jede Woche Grünpflanzendünger ins
Gießwasser gegeben werden muss.