Der Zitronenbaum gehört nicht zu den heimischen Arten Mitteleuropas, kann
aber unter bestimmten Bedingungen auch dort gezogen werden. Ursprünglich stammen
die charakteristischen gelben Früchte aus Zentralasien und sind in Mitteleuropa
zur beliebten Kübelpflanze geworden. Der Zitronenbaum erreicht eine Höhe von
rund 3 m, kann aber auch kleiner ausfallen. Daneben gibt es Zitronen auch als
Zwergobst für die Haltung im Wohnraum. Neben der richtigen Pflege ist zur
Aufzucht von Zitronen auch die Kenntnis der typischen Krankheiten von Bedeutung.
Als Grundlage für viele Erkrankungen gilt die Schildlaus. Sie siedelt sich
besonders gern auf dem Zitronenbaum an und befällt dabei die neuen Triebe. Nach
dem Schnitt des Baums kann das problematisch werden, da sich die neuen Triebe
nur mangelhaft ausbilden können. Mit chemischen Mitteln kann man Schildläuse
kaum bekämpfen, da sie einen dicken, widerstandsfähigen Chitinpanzer haben.
Deswegen werden sie von Hand entfernt: Am besten eignen sich dafür ein
Zahnstocher oder ein Schaschlikspieß aus Holz, mit dem die sichtbaren Läuse vom
Zitronenbaum abgekratzt werden. Zu den weiteren häufigen Parasiten des
Zitronenbaums gehören Wollläuse und Spinnmilben. Wollläuse lassen sich
problemlos mit einer Zahnbürste vom Baum entfernen. Gegen Spinnmilben helfen
chemische Mittel aus dem Gartencenter - außerdem kann es vorbeugend wirken, die
Blätter des Zitronenbaums gelegentlich abzuwaschen.
Zitronenbäume vertragen Zugwind schlecht. Wenn sie in windigen Gegenden stehen,
werden sie anfälliger für Parasiten oder typische Erkrankungen. Deswegen hilft
es schon, dem Zitronenbaum den richtigen Lebensraum zur Verfügung zu stellen, um
sie vor Krankheiten zu schützen. Dadurch werden sie nicht geschwächt und können
sich vor allem gegen Parasiten wirksam wehren.
Zu viel Pflege verträgt der Zitronenbaum nicht. Bei starker Düngung kann es
vorkommen, dass sich nach einigen Wochen die Blätter braun färben. Zunächst sind
nur kleine braune Stellen zu sehen, die eher unauffällig sind. Dann breiten sie
sich allerdings aus und betreffen immer mehr Blätter. In den schlimmsten Fällen
kann dies zum Tod des Baums führen, da ihm die Blätter bei der fotosynthetischen
Produktion seiner Nahrung dienen. Das Problem ist allerdings schnell wieder
behoben: Sobald die Düngung eingestellt wird, erholt sich der Zitronenbaum
wieder. Stark verfärbte Blätter sollten abgetrennt werden, um die Genesung zu
fördern.
Zitronenbäume reagieren auch auf andere Einflüsse von außen krankhaft. Durch
Eisenmangel kann es beispielsweise passieren, dass er seine Blätter nach und
nach abwirft. In diesem Fall hilft ein reiner Eisendünger, der wenige oder keine
anderen Stoffe enthält. Er wird in Maßen verabreicht, um ein langsames Genesen
des Baums zu fördern. Werden hingegen die Blüten und Früchte frühzeitig
abgeworfen, liegt die Ursache meist an Staunässe. Durch zu viel Feuchtigkeit
faulen die Wurzeln des Baums schnell ab und er stirbt. Zitronen stammen
schließlich aus einem Raum, in dem Wasser Mangelware ist. Wenn die Wassermenge
angepasst wird, trägt der Baum im nächsten Jahr wieder Früchte.