Der Zylinderputzer, mit lateinischen Namen Callistemon, ist
eine in
Australien beheimatete Pflanzen-Gattung, der viele beliebte
Zierpflanzen angehören. Sie haben ihren Namen den
zylinderförmig angeordneten Blütenständen zu verdanken.
Aus diesem Grund werden sie auch als Flaschenputzer oder
Pfeifenputzer bezeichnet.
Bei den kleinen immergrünen Sträuchern und Bäumen, haben
viele Arten leicht überhängende, lange Zweige, wobei die
Blätter so um den Spross angeordnet sind, dass keines mit dem
anderem auf gleicher Höhe ist. In der Fachsprache heißt das,
dass sie wechselständig sind. Die linealischen oder lanzettlichen
Blätter sind stets ganzrandig, und enthalten ätherische
Öle. Diese duften beim Zerreiben der Blätter wunderbar
aromatisch. Oftmals stehen sie so an der Pflanze, dass sie ihre
Schmalseite der Sonne zuwenden.
Die Blüten entsprießen den Achseln der dicht
aufeinanderfolgenden, kleinen Tragblätter. Dabei haben die
Einzelblüten ziemlich unauffällige
Blütenhüllblätter, dafür sind die Staubblätter
jedoch meist rot und sehr auffällig. Sie stehen beinahe senkrecht
von den Blütenstandachsen ab, dadurch entstehen die
zylinderförmigen Blütenstände.
Die Staubbeutel hingegen sind bei den meisten Arten gelb.
Über der
Blütenstandachse wird die Entwicklung normaler Laubblätter
fortgesetzt und nach einiger Zeit erscheint schon der nächste
Blütenstand. Meistens sogar, bevor die Früchte des alten
Blütenstandes reif sind. Die Früchte der Zylinderputzer sind
harte, stark verholzte Kapseln, welche viele winzigkleine Samen
enthalten - ähnlich dem Mohn. Sie bleiben aber viele Jahre
geschlossen und öffnen sich erst nach einem Buschbrand.
Der Zylinderputzer mag einen hellen Platz draußen bzw. einen
luftig, sonnigen Platz in den eigenen vier Wänden. Im Winter muss
er hell und zugleich kühl stehen. Um die 5-8 Grad Celsius sind
wichtig für eine neue Blüte. Die Pflanze mag überhaupt
keinen Kalk, deshalb sollte er nur mit enthärtetem Wasser gegossen
werden. Davon reichlich im Sommer im Winter nur wenig.
Außerdem braucht er im Sommer alle zwei Wochen eine Portion
Dünger - hierbei handelt es sich natürlich um kalkfreien
Dünger. Vor dem Umtopfen im Frühjahr, kann er kräftig
zurückgeschnitten werden, damit er wieder schön
nachwächst. Im August, September, Februar und März
können durch Abrissstecklinge neue Pflanzen gezogen werden. Sie
brauchen viel Wasser, Licht und Dünger, müssen gestutzt
werden und wurzeln bei 18-20 Grad Celsius Bodenwärme.
Da es sich bei dem Zylinderputzer um eine anspruchlose
Pflanze handelt,
ist er gegen die meisten Krankheiten und Schädlinge immun,
allerdings kann er bei falscher Überwinterung Blattläuse
bekommen. Kalk ist jedoch ein großes Problem, denn bei zu viel
Kalk, wächst er schlecht und die Blätter werden gelb. Sind
die Pflanzen geschädigt, müssen diese unbedingt in kalklose
Erde umgetopft werden.
Noch ein kleiner Extratipp:
Zeigen sich die ersten Knospen, während gleichzeitig die
Temperaturen steigen, sollten sie die Pflanze regelmäßig
einsprühen, damit sie nicht austrocknet.