Zypressen gehören zur Gattung der Nadelbäume und sind
hierzulande eine beliebte Heckenpflanze, die sich durch ihre dichte
Wuchsform und Anspruchslosigkeit auszeichnet. Zypressen, die angeblich
in der Antike von Phöniziern nach Europa gebracht wurden und
ursprünglich in Asien beheimatet waren, gelten aber nicht generell
als winterhart. Beim Kauf sollte unbedingt auf dieses Merkmal geachtet
werden, sofern beabsichtigt wird, Zypressen in unseren Breiten
anzupflanzen. Zwergwüchsige Zypressen können durchaus auch in
große Kübel gepflanzt und vor Frost geschützt auf die
Terrasse oder in Wintergärten gestellt werden.
An den Boden und den Standort werden nur geringe Ansprüche an
diese immergrünen Pflanzen gestellt. Zypressen fühlen sich
besonders in feuchter, sandig-humoser Erde wohl, die einen pH-Wert von
5 bis 6 aufweist. In jedem Fall muss eine ausreichende Bewässerung
sichergestellt sein – auch im Winter, da ansonsten sehr schnell
Schäden an der Pflanze entstehen können. Meist gehen
Zypressen im Winter nicht durch die Kälte, sondern durch den
Mangel an Flüssigkeit ein. Dabei sollte man immer bedenken, dass
nicht nur starke Sonneneinstrahlung Böden austrocknen lässt,
sondern auch ein starker Wind diese Wirkung erzielen kann. Ein Mulchen
des Bodens erweist sich in vielen Fällen als hilfreich. Ansonsten
gedeihen Zypressen aber auch an schattigeren Plätzen recht gut.
Junge Zypressen wachsen in der Regel in den Anfangsjahren
sehr schnell
und sehr buschig, auch wenn dies natürlich etwas davon
abhängt, welche Zypressenart man ausgewählt hat. Im Alter
stoppt das Wachstum zusehends. Es gibt hängende,
säulenförmige Zypressen, aber auch Pflanzen, die zur Krone
hin eher ausladend wirken.
Die besonders als Heckenpflanze beliebte Scheinzypresse
erreicht
oftmals die stattliche Höhe von 300 Zentimeter. Auch in der
Nadelfärbung variieren die Zypressengewächse. Einige
beeindrucken durch ihre satte, intensive Färbung, andere Zypressen
überraschen mit einem blauen Nadelkleid. Viele Gartenbesitzer
kombinieren gerne zwei Zypressenarten bei der Anpflanzung einer Hecke,
indem sie eine blaue und eine grüne Zypresse abwechselnd
nebeneinander setzen, wodurch sich eine überaus abwechslungsreiche
Farbgestaltung ergibt.
Dabei sollten die Zypressen aufgrund ihres buschigen Wuchses
nicht zu
dicht gesetzt werden. Sehr schnell werden die Lücken blickdicht
zuwachsen und einen natürlichen Sichtschutz ergeben, wodurch
Zypressenhecken geradezu prädestiniert sind, um als
Grenzbepflanzung eingesetzt zu werden. Ein gelegentlicher Formschnitt
stutzt die Hecke auf die individuell gewünschte Höhe. Ein zu
dichtes Setzen der Pflanzen, beschleunigt außerdem ein Absterben
von Trieben und Zweigen.
Ideal zur Heckenbepflanzung sind junge Zypressen ab einer
Wuchshöhe von einem Meter. Diese werden auch sehr häufig in
guter Qualität und sehr preisgünstig im Baumarkt angeboten.
Dennoch sollten Zypressen regelmäßig auf
Schädlingsbefall untersucht werden. Wie viele Nadelgewächse
werden auch Zypressen häufig von Nadelholzspinnmilben oder
Thuja-Miniermotten aufgesucht. Auch ein Pilzbefall kann durchaus
eintreten. Bei guter Pflege werden die Zypressen dem
Gartenbesitzer jedoch viel Freude bereiten.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(7)
Stefany
(25.07.2011 14:13:16)
Hallo, vielleicht kannst du meine Frage auch beantworten: kann ich auf 1200m Höhe wo kalter Winter gibt, Zypressen einsetzen? Wo in Österreich kann ich Zypressen bestellen?
Harry
(10.06.2011 12:16:22)
Zu Dennis:
Wird im Winter Salz gestreut? Wenn das Streufahrzeug bis zu den Pflanzen streut, gehen sie vom Salz ein.
Dennis
(20.05.2011 15:58:14)
Ich habe um mein Haus herum eine Zypressen-Hecke errichtet. Ringsherum sind sie sehr gut gewachsen und bereits knappe 2 Meter hoch.
Nur die vordere Front ist in den letzten Jahren mehrfach komplett abgestorben und musste neu errichtet werden. Sie wachsen minimal bis gar nicht bis sie absterben.
Das Haus grenzt an einer dichtbefahrenen Hauptstraße an. Liegt es an der Windentwicklung und den Abgasen, dass diese absterben? Ich war mehrmals beim Baumarkt und die konnten mir nichts gescheites sagen. Es schaut sehr traurig aus, wenn man von aussen sehen kann, dass die linke und rechte Seite zum Haus mit 2 Meter hohen Zypressen bewachsen sind und die Front mit Kniehohen Zypressen zu kämpfen hat.
Ich habe mir überlegt eine 1-Meter hohe Plexiglasscheibe entlang des Grundstücks und vor den Pflanzen zu erstellen, sodass die Zypressen emehr von den Abgasen und dem Wind geschützt sind. Oder als zweite Option ein Waben-Netz über diese zu setzen. Was meint ihr dazu?
Baumbär
(21.04.2011 12:45:49)
also wir haben mehrere Zypressen (um die 8 bis 10 m hoch) bei uns im Garten stehen. 2m davon entfernt haben wir ein großes Rosenbeet. Daher gehe ich mal nicht davon aus, dass die Zypressen die Rosen schädigen.
Horst
(21.03.2011 20:29:19)
Ich habe Zypressen im Garten als Grenzbepflanzung und die Zypressen haben eine höhe von 1,80m. Nun sagt mein Nachbar, das seine Rosen eingegangen sind aufgrund der Wurzeln?! Laut Baumschule würden diese Wurzeln nicht dazu führen, das die Rosen eingehen! Die Rosen sind eher durch den kalten Winter eingegangen. Jedenfalls will der Nachbar das ich die Zypressen entferne und ich weigere mich. Die Zypressen stehen ca. 80cm von der Grenze entfernt. Kann mir jemand einen Tip geben ob das wirklich stimmt?
HierundDa
(08.02.2011 12:18:43)
Das sehe ich allerdings ganz anders.
Erstens muß man auch eine Grenzbepflanzungsrichtlinie der jeweiligen Gemeinde einhalten und Zweitens kann man diese Art der Hecke auch sehr schön in Form halten.
Abeit macht jede Hecke. Wer jedoch meint eine Hecke zu pflanzen und weitere Pflege ist nicht erforderlich sollte vielleicht besser keinen Garten haben.Dann bleibt auch der Ärger mit dem Nachbarn aus!
Loewe58
(05.05.2010 16:17:12)
Als Grenzbepflanzung in kleinen Reihenhausgärten wird die Pflanze oft zum Ärgernis, da sie sehr schnell in der Höhe über das tolerierbare Maß von 2,20 m wachsen. Nur wer Ärger mit dem Nachbarn und auch mit eigenen Bebauungen aufgrund des Wurzelwerks haben möchte, kann diese Pflanze auf die Grenze setzen.