Die Engelstrompete hieß früher Datura und wird inzwischen
unter der botanischen Bezeichnung Brugmansia geführt.
Blühende Engelstrompeten sind eine tropische Pracht an Farbe
und Duft, stellen ihren Besitzer jedoch auch vor einige
Fleißarbeiten. Wer seine Datura nicht richtig pflegt, findet
bald hängende gelbe Blätter vor.
Wassermangel führt bei der Engelstrompete zu gelben Blättern.
Die großen weichen Blätter und die Blütenglocken der
Engelstrompeten verdunsten bei warmen Temperaturen Unmengen
an Wasser. Selbst bei täglich zweimaligem Gießen kann
Wassermangel entstehen. Nämlich dann, wenn der Topf für die
Pflanze zu klein ist. Durch alte, ausgelaugte Erde läuft das
Wasser häufig schneller ab, als die Wurzeln es aufnehmen
können. Engelstrompeten brauchen jedes Frühjahr neue,
nährstoffreiche Erde und einen großen Kübel mit Loch für den
Wasserabzug. Hilfreich ist ein tiefer Untersatz, in dem sich
das Wasser sammelt.
Gelbe Blätter bei der Engelstrompete durch regelmäßiges
Düngen verhindern
Im Gegensatz zu anderen Pflanzen verbraucht die
Engelstrompete nicht nur unglaubliche Mengen an Wasser,
sondern auch an Nährstoffen. Selbst humose Kübelpflanzenerde
kann den Nährstoffbedarf einer Brugmansia nur vorübergehend
decken. Zusätzliche Düngergaben, am besten täglich in gut
verdünnter Lösung, helfen der Pflanze zu kräftiger Blattfarbe
und schönem Blütenschmuck. Zu achten ist auf ausreichenden
Stickstoffgehalt des Düngers, mindestens 14 % sollten
enthalten sein. Fachleute empfehlen für die Wasserhärte bis 8
Grad dH Hakaphos Spezial. Blaudünger oder Mairol
Universalsalz sind dagegen für Wasserwerte über 10 Grad dH
geeignet. Flüssigdünger sind zu teuer und meist auch zu
nährstoffarm für die Bedürfnisse der Engelstrompete.
Auf Düngeschäden reagieren Engelstrompeten mit gelben
Blättern
Es versteht sich von selbst, dass Düngergaben nur auf gut
feuchte Wurzelballen aufgebracht werden dürfen und nur in
Wachstumsphasen. Bei trockenem Wurzelballen und starker
Düngerkonzentration reagiert die Pflanze mit
Wurzelverbrennungen. Die geschädigten Wurzeln können später
das Wasser nicht mehr aufnehmen. So entsteht trotz
ausreichender Feuchtigkeit ein Wassermangel, der wieder zu
gelben Blättern führt. Stark geschädigte Pflanzen werden am
besten in frische Erde umgetopft. Die abgestorbenen Wurzeln
sind dabei zu entfernen und eventuell muss auch die Krone
beschnitten werden. Engelstrompeten regenerieren sich danach
schnell.
Ähnlich verhalten sich Engelstrompeten, die im Spätherbst mit
nassem Wurzelballen in der Kälte stehen. Auch das führt zu
Wurzelschäden und die Pflanze beginnt dadurch, zu kränkeln.
Ohnehin wird die Engelstrompete im Spätherbst auf die
Winterruhe vorbereitet. Sie wird zurückgeschnitten und kann
dunkel und kühl, aber frostfrei und nahezu trocken
überwintert werden.
Blattschäden durch Schädlinge und Lufttrockenheit
Lufttrockenheit begünstigt das Entstehen von Spinnmilben.
Diese winzigen Tierchen entstehen in heißen Sommern
massenhaft. Sie halten sich auf den Blattunterseiten auf.
Häufig wird ihre Existenz erst bemerkt, wenn die silbrig
schimmernden Saugschäden an den Blattoberseiten sichtbar
werden.
Vorbeugend wirkt das abendliche Abbrausen der Engelstrompeten
mit temperiertem Wasser. Tagsüber sollte man auf das Benetzen
der Blätter verzichten, da Wassertropfen das Sonnenlicht wie
Brenngläser verstärken. Wichtig ist, dass auch die
Unterseiten der Blätter befeuchtet werden, da sich die
Schädlinge hier bevorzugt aufhalten. Bei fortgeschrittenem
Befall hilft eine Spritzung mit geeigneten Mitteln aus dem
Pflanzenfachhandel.