Viele Gartenbesitzer nutzen Ligusterhecken zur Abgrenzung der Gartenfläche und zur Gartengestaltung. Liguster ist als Heckenpflanze sehr beliebt, weil er relativ schnellwüchsig, dabei aber pflegeleicht und beliebig zu formen ist. Neben der klassischen Heckenform können mit Liguster auch Figuren geformt werden. Die sommergrüne Pflanze ist außerdem relativ unempfindlich gegen Krankheiten und bildet ein dichtes Geäst, in dem viele Nützlinge und Vögel ideale Lebensbedingungen finden. Eine Ligusterhecke bereichert den Garten deshalb optisch und ökologisch.
Doch viele Gartenbesitzer kennen auch die Gefahren, die mit dem attraktiven Sicht- und Windschutz verbunden sind. Giersch, ein hartnäckiges Wurzelunkraut, nistet sich besonders gerne unter Ligusterhecken ein. Wenn die ersten zartgrünen, gezackten Blätter auftauchen, ist es beim Giersch schon fast zu spät. Durch seine stark verzweigenden Wurzeln breitet er sich rasend aus und setzt sich dabei besonders gerne zwischen den üppigen Ligusterwurzeln fest. Hier lässt er sich kaum noch entfernen. Die mühsamste, aber auch effektivste Methode gegen Giersch heißt forken. Mit einer Grabegabel hebelt man dabei den Boden rund um die Gierschpflanze auf und entfernt alle Wurzelteile. Die Gierschwurzel ist dabei durch ihr strahlendes weiß gut von den Ligusterwurzeln zu unterscheiden. Diese Maßnahme ist allerdings sehr anstrengend und muss im Sommer sehr häufig wiederholt werden.
In der Umgebung der Hecke lässt sich Giersch durch Rasensaat und darauf folgendes häufiges Mähen unterdrücken. Chemische Pflanzenschutzmittel sind in einer Ligusterhecke kaum anzuwenden, da zwangsläufig auch der Liguster geschädigt werden würde. Dieses Risiko mag kaum ein Gartenbesitzer nach langjähriger Heckenpflege eingehen. Auch die bekannte Methode des Abflämmens, auf die der wasserreiche Giersch sehr gut anspricht, ist in einer Hecke nicht umsetzbar. Gartenfreunde, die auf ein natürliches Ambiente setzen, nutzen Giersch häufig vom Unkraut zum Bodendecker um. Wenn keine Beete in der Nähe sind, darf der Giersch häufig in und um die Hecke wachsen, da er der Hecke nicht schadet.
Neben dem häufigen forken und abhaken ist dies sicherlich die einfachste Methode mit dem Giersch umzugehen. Um Giersch beim Anpflanzen einer Ligusterhecke abzuhalten, sollte man nur erhitzte Pflanzerde verwenden, in der keine Unkrautsamen und -wurzeln mehr aktiv sind. Diese Methode ist allerdings nur vorbeugend möglich, vor einem Einwandern von Giersch und der damit verbundenen Arbeit schützt auch sie nicht vollständig.