Hecken richtig zu schneiden ist eine Kunst für sich.
Besonders wird dies dann deutlich, wenn man bedenkt, dass nicht jede
Heckenart gleich geschnitten wird. Grundsätzlich sollten Sie beachten,
dass streng geschnittene Hecken stets mehr Pflege benötigen, als frei
wachsende Hecken. Der erste Schnitt einer Hecke erfolgt direkt nach dem
Pflanzen.
Die beliebtesten Heckenpflanzen heißen in Deutschland
Liguster, Weißdorn und Buchsbaum. Die beiden zuerst genannten sollten
unmittelbar nach dem Pflanzen auf circa 15 Zentimeter gekürzt werden.
Im Sommer sollten die Seitentriebe leicht gekürzt werden, und zwar so,
dass die Pflanze nach oben hin schmaler wird. Im Herbst können Sie dann
die Seitentriebe auf die von Ihnen gewünschte Höhe schneiden.
Buchsbäume hingegen werden nach dem Pflanzen direkt um ein
Drittel zurückgeschnitten. Grundsätzlich erstreckt sich der Zeitraum
des Heckenschnitts von Frühling bis zum Herbst. Der optimale zeitliche
Abstand beträgt dabei 5 Wochen.
Beachten Sie, dass die Form des Heckenschnitts nicht nur aus
Gründen der Optik erfolgen sollte, sondern insbesondere auch aus
Gründen der Entlastung. So sind z.B. nach oben hin schmal
zugeschnittene Hecken vorteilhaft, weil diese Belastungen durch Schnee
und Wind besser vertragen. Sollten in Ihrer Region im Winter viel
Schnee fallen, ist es sinnvoll die Hecke spitz zuzuschneiden, denn auf
diese Weise wird die Belastung durch den Schneedruck weiter reduziert.
Die besondere Kunst beim Heckenschnitt besteht darin, die
Hecke möglichst akkurat und gleichmäßig zu schneiden. Um dies zu
schaffen, sollte man sich an ein paar kleinen Hilfsmitteln bedienen.
Spannen Sie dazu eine Schnur zwischen zwei Pfosten auf der Höhe, die
Sie sich für Ihre Hecke wünschen. Nun können Sie die Hecke von oben
entlang dieser Hilfslinie schneiden.
Um die Seitentriebe gleichmäßig zu schneiden, hilft eine
Schablone aus Sperrholz. Diese setzten Sie einfach auf die Hecke, damit
Sie daraufhin den Umriss so gut wie möglich nachschneiden können.