Schon länger in der Terraristik bekannt, findet Pinienrinde auch im Garten
immer mehr Beliebtheit und stellt eine dekorative Alternative zum Rindenmulch
dar. Die vorteilhaften Eigenschaften von Rindenmulch werden mit Pinienrinde um
einigen Nutzen erweitert. Sie zersetzt sich nur langsam, hält im Sommer die Erde
kühl und feucht und schützt im Winter vor Frost.
Pinienrinde verströmt einen wohligen Geruch von Nadelholz, speichert
Feuchtigkeit, ist Luft durchlässig, schützt vor Unkraut, verbessert die Struktur
und erhält die Qualität der Erde. Das Pflanzenwachstum wird begünstigt, die
Erosion des Bodens verhindert. Zudem ist Pinienrinde aufgrund der
verhältnismäßig gleichmäßigen Beschaffenheit der Rindenstücke schön anzusehen,
sie ist daher auch optisch gut zum Abdecken von Beeten, Kübeln und Wegen sowie
für den Uferbereich von Teichen geeignet. Rindenmulch erfüllt den praktischen
Nutzen zwar ebenfalls, beginnt aber nach einiger Zeit unangenehm säuerlich zu
riechen und muss öfter erneuert werden. Pinienrinde dagegen kann durchaus 2-3
Jahre ununterbrochen eingesetzt werden.
Erwähnenswert ist auch die ökologische Unbedenklichkeit der Pinienrinde und die
Möglichkeit der Kombination mit anderen Materialien für ein Nährstoff reiches,
lockeres Substrat, wie es Palmen und Orchideen bevorzugen. Bei Zypressen
empfiehlt sich Pinienrinde zur Abdeckung des Bodens, da diese Probleme mit
saurem Mulch haben. In Gebäuden und im Wintergarten kommt sie häufig wegen des
lang anhaltenden mediterranen Nadelgeruchs und der ansprechenden orange-roten
Färbung zum Einsatz.
Im Handel ist die Pinienrinde je nach Bedarf in verschiedenen Körnungen von
einigen Millimetern bis Zentimetern erhältlich. Eine feine Körnung eignet sich
hervorragend für kleinere Pflanzentöpfe und Kübel. In Wintergärten, Steingärten,
auf kleinen Beeten und zwischen Zierrabatten ist eine mittlere Körnung geeignet.
Zwischen Sträuchern, unter Bäumen, an Teichen und zur Abdeckung größerer
Bodenflächen wie Wege oder Spielflächen, wo ein weicher, natürlicher Grund
erwünscht ist, kann eine grobe Körnung zum Einsatz kommen.
Pinienrinde enthält selbst keine nennenswerten Nährstoffe für die Pflanzen und
den Boden. Lediglich durch die Kompostierung entsteht im Laufe der Zeit Humus,
der der Erde schließlich zugute kommt und den Pflanzen als natürlicher Dünger
dient. Gerb- und Giftstoffe werden nicht freigesetzt. Mit dem Zersetzungsprozess
wird dem Boden Stickstoff entzogen, so dass auf besonders belastetem Grund der
Einsatz einer feinen Körnung sinnvoll ist.
Stickstoff armen Böden wird durch die langsame Zersetzung einer groben Körnung
dagegen nur wenig weiterer Stickstoff entzogen, der PH-Wert bleibt stabil. Die
Ausschwemmung des Bodens wird mit der Abdeckung durch Pinienrinde verhindert, so
dass vorhandene Nährstoffe länger erhalten bleiben und weniger Giftstoffe ins
Grundwasser gelangen. Das spart Dünger und die Umwelt wird geschont. Der
ökologische Aspekt ist daher nicht zu verachten. Qualitativ hochwertige
Pinienrinde ist zwar teurer als Rindenmulch, allerdings rechnet sich die
Mehrausgabe durch die Langlebigkeit wieder auf. Ein weiterer Vorteil ist, dass
sie im Vergleich zu Rindenmulch kaum vermoost.