Es ärgert wohl jeden Gartenfreund, wenn zart keimende
Pflanzen ein Raub von Vögeln, Nagetieren oder Schnecken werden. Genauso
groß ist die Enttäuschung, wenn schmackhafte Beeren oder Früchte noch
vor ihrer vollständigen Reife in den Mägen der gefiederten Räuber
landen und man selbst leer ausgeht, oder nur angebissenes Obst ernten
kann. Geschieht das wiederholt, kann man schon einmal den Spaß an der
Gartenarbeit verlieren.
Es gibt viele Tricks und Ratschläge, wie diese Schädlinge
fernzuhalten sind, flatternde und spiegelnde Alufolien werden
empfohlen, gegen Schnecken kann man Schneckenkorn legen oder Bierfallen
aufstellen. Letzteres sorgt auch tatsächlich für Abhilfe, es wirkt
allerdings ausschließlich bei Schnecken, andere Tiere benutzen den
Garten nach wie vor als Feinschmeckerrestaurant. Eine andere Maßnahme
zur Sicherung der Ernte sind Vogelschutznetze. Sie eigenen sich gleich
gut für Bäume, Sträucher und am Boden sprießendes Saatgut. Ein Versuch
mit dieser Schädlingsabwehr lohnt allemal.
Das Anbringen an Obstbäumen ist zwar nicht ganz einfach,
besonders dann nicht, wenn es sich um hoch gewachsene Bäume handelt.
Die meisten Obstplantagen bevorzugen aber niedrigeren Wuchs, hier
bekommt man nach dem Arbeitseinsatz einen funktionierenden Schutz vor
gefiederten Dieben.
Sträucher lassen sich ganz einfach mit Vogelschutznetzen
überspannen. So ist die Ernte leckerer Johannis- oder Stachelbeeren
garantiert und ein Gärtner kommt endlich selbst in den Genuss seiner
Mühen. Die Verwendung von Vogelschutznetzen am Boden ist völlig
mühelos, es muss nur gewährleistet sein, dass das Netz nicht verwehen
kann. Das erreicht man ohne Probleme mit Steinen oder einfach mit ganz
gewöhnlicher Erde.
Für den eigenen Garten wird man feinmaschige Netze wählen,
damit auch Schnecken keine Chance haben. Es gibt auch größere
Abmessungen, die sich bei Bäumen mit größeren Obstsorten gut eigenen.
Als Material werden Polyesterarten, Nylon oder Perlon verarbeitet.
Letzteres wird aber vorwiegend für den Schutz von Gebäuden
oder Denkmälern verwendet. Es ist sehr großmaschig und würde im
Gartenbereich nicht viel nützen. Die gängigsten Farben der
Vogelschutznetze sind grün und blau, die Farbe ist aber nicht von
Bedeutung für die Schutzleistung des Netzes.
Ist der Garten mit Vogelschutznetzen ausgestattet, sind Bäume
und Sträucher weitgehend außer Gefahr. Verführerische Gartenbeete sind
allerdings noch der Bedrohung aus der "Unterwelt" ausgesetzt. Hier hat
man aber die Genugtuung, zumindest die Anzahl der Feinde begrenzt zu
haben.