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Gartengemeinschaft - Gartenpflege - Wuchernder Bambus entfernen

Wuchernder Bambus entfernen





Das verholzende Süßgras aus Asien zählt seit Jahren zu einer der beliebtesten Gartenpflanzen. Was allgemein unter dem Sammelbegriff Bambus gepflanzt wird, besteht aus einer Vielzahl von verschiedenen Pflanzensorten, manche sind horstbildend und andere treiben meterlange Ausläufer. Viele Gärtner haben einfach einen schönen Bambus aus einem Gartencenter mitgenommen und eingepflanzt.

Jedes Jahr hat man sich über die jeden neuen Halm gefreut und den asiatisch wirkenden Anblick genossen. Irgendwann hat der Bambus richtig Fuß gefasst und sein jährlicher Zuwachs ist mehr als der Garten verkraften kann. Schlimmer noch, jetzt kommen seine Halme auch schon unter der Gartenterrasse hervor. Auch meterweit entfernt brechen die spitzen Jungtriebe durch den Asphalt der Straße, und als auch im Keller die Rhizome durch die Wand kommen, wird klar: Der wuchernde Bambus muss entfernt werden.

Wie entfernt man einen wuchernden Bambus?

Die Entfernung eines stark ausgewucherten Bambus ist ein Mammutprojekt. Je nach Wuchshöhe der Pflanzenart durchwurzeln die Rhizome die Erde bis in eine Tiefe von einem Meter. Hohe Bambussorten treiben ihre Wurzelausläufer also tiefer durch die Erde als zierliche. Wer einen ausgewucherten Bambus entfernen will, muss sich auf eine Knochenarbeit einstellen. Hier müssen große Teile des Gartens aufgegraben werden und hinterher neu angelegt werden. Diese Arbeiten müssen in einer einzigen Wachstumsperiode abgeschlossen sein, da sonst der Bambus sein Terrain zurückerobern wird. Wichtig ist, dass wirklich jedes Wurzelstück gefunden wird, da sich aus jedem abgetrennten Bambusrhizom, ähnlich wie bei der Quecke, wieder eine neue Pflanze bildet.

Man beginnt also am Ende der Rhizome, wo sich die letzten Halme zeigen, die Erde aufzugraben. Unterwanderte Sträucher sollte man, falls möglich, vorübergehend evakuieren. Über die ungeheuren Dimensionen an Wurzelmasse wird man sich erst nach und nach bewusst werden. Je näher man dem Standort der Mutterpflanze kommt, desto dichter wird der Wurzelfilz. Bambusrhizome sind hart und zäh. Die aufgegrabene Erde sollte nach Wurzelsprossen durchsucht werden, bevor sie wieder verfüllt wird. Die ausgegrabenen Bambusrhizome müssen vom Grundstück gebracht oder verbrannt werden. Keinesfalls darf man sie zum Kompost geben.

Wenn alle Rhizome entfernt sind, bekommt die Mutterpflanze eine Wurzelsperre. Dafür gibt es im Fachhandel spezielle kräftige und unverrottbare Folien, die senkrecht in den Boden eingebracht werden. Die Folien müssen mit einer Aluschiene fachgerecht verschraubt werden, damit die Rhizome sich nicht ihren Weg durch die Nahtstelle bahnen. Auch sollte die Wurzelsperre mindestens 5 cm über den Boden herausragen. Man kann sie mit Sommerblumen, Stauden und großen Steinen kaschieren. Zu beachten ist, dass man der Pflanze einen Wachstumsspielraum einräumt. Ist dieser ausgefüllt, muss jedes Jahr ein Streifen frei gegraben werden, damit sich der Bambus nicht erschöpft. Im Folgejahr werden im Garten noch einzelne übersehene Bambus-Teilstücke austreiben. Da an diesen jedoch nur ein kurzes Stück Rhizom sitzt, können diese Teilstücke leicht ausgegraben werden.

Wer sich diese umfangreichen Arbeiten nicht selbst zutraut, findet fachkundige Unterstützung bei spezialisierten Gartenbaubetrieben.


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