Ein Teich im eigenen Garten ist nicht nur ein Highlight,
sondern auch für Mensch und Natur sehr nützlich. Er
bietet einen Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren und
Pflanzen. Jedoch sollte man sich im Klaren darüber sein, dass
ein Gartenteich auch Pflege benötigt. Besonders
übermäßiger Algenwuchs kann das biologische
Gleichgewicht stören. Doch was tun, wenn der Gartenteich
veralgt ist?
Um übermäßigen Algenwuchs zu verhindern,
können im Vorfeld entscheidende Vorkehrungen getroffen werden.
Das Risiko der Algenbildung lässt sich durch die Wahl eines
Platzes minimieren, der nur mäßig von der Sonne
angestrahlt wird. Ist der Teich der Sonne sehr stark ausgesetzt, kann
die Einstrahlung vermindert werden, indem vermehrt Schwimmpflanzen wie
Seerosen gepflanzt werden. Neben einer Tiefe von mindestens 1,50 m,
wirkt auch eine geringfügige Düngung der
Uferpflanzung der Algenbildung vor. Eine hochwertige Filteranlage wird
ebenfalls sehr gute Dienste leisten.
Als recht hilfreiche Maßnahme gegen Algen hat sich auch der
Einsatz von pflanzlichen und tierischen „Algenfressern"
erwiesen. Natürlich sollten in regelmäßigen
Abständen ins Wasser gefallenes Laub und abgestorbene
Pflanzenreste aus dem Teich entfernt werden, denn ein
Algenüberschuss ist oftmals auch hierauf
zurückzuführen. Besonders effektive, dafür
aber auch aufwändiger, ist die vollständige
Erneuerung des Wassers im Gartenteich. Diese Umschichtung sollte jedoch
über mehrere Tage stattfinden, da ansonsten die Fische unter
zu großen Stress geraten.
Wenn alle vorbeugenden Maßnahmen nicht gegen die Algenbildung
geholfen haben, sollte der Einsatz von Algenstop in Erwägung
gezogen werden. Um den Algenwuchs einzudämmen und den
Fischbestand zu schonen, sollten jedoch einige grundlegende Dinge bei
der Verwendung beachtet werden. Damit die Behandlung des Gartenteiches
mit Algenstopp auch erfolgreich verläuft, sollte der pH-Wert
des Wassers nicht mehr als 8,8 betragen. Ist der Wert höher
sollte zunächst ein pH-reduzierendes Produkt Anwendung finden,
da die Wirkungsweise des Algenstopp-Produktes ansonsten entschieden
verringert wird.
Das Algenstopp-Produkt bindet die in hohem Maße enthaltenen
Phosphate im Wasser. Um den Phosphatgehalt im Teichwasser zu messen,
sind in vielen Gartencentern Phosphat-Messgeräte
erhältlich. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese
Messgeräte jedoch erst einen Wert von 0,1 mg Phosphat pro
Liter Wasser feststellen. Ein erhöhtes Algenwuchsrisiko
besteht aber bereits bei einem Wert von unter 0,05 mg/l. Algenstopp
wirkt für mindestens eineinhalb Monate gegen
übermäßigen Algenwuchs und bietet den
Vorteil, dass bei stets erfolgreicher Verwendung gegen Algen eine
eventuelle Neubildung stark eingeschränkt werden kann.
Egal was man gegen Algen unternimmt, wichtig ist es frühzeitig
zu tun. Geeignete Pflegemittel für den Gartenteich und Mittel
gegen Algen erhält man im Gartenfachhandel. Aufgrund des
Wissens wie die unterschiedlichen Algenarten entstehen können
festgestellt werden, was dem Teich fehlt und es kann Abhilfe geschaffen
werden.
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auf Ihre Tipps:
Leser-Kommentare
(1)
Jürg Knuchel
(10.07.2010 11:35:46)
Jahrelang habe ich die Algen in meinem Gartenteich mit verschiedenen Mitteln und sonstigen Anregungen bekämpft, leider erfolglos. Doch seit einigen Monaten ist mein Wasser glasklar, obwohl mein Becken mit Fischen überbesetzt ist (ca 80 grosse Goldfische und 8 grosse Goldschleien in einem Teich von ung. 17 m2. Und wie ist das möglich? Ganz einfach mit einem kleinen Stück Kupfer (Rest von einer Dachrinne) das ich ins Wasser gelegt habe. Nach 2 Wochen schon war das Wasser klar.