Ein Gartenteich, der im Schatten liegt und mit
großzügigen Wasserpflanzen bepflanzt ist, wird kaum
Probleme mit Fadenalgen bekommen. Diese brauchen Sonne und
genügend Nährstoffe im Wasser, um sich entwickeln zu
können. Wo beides gegeben ist und noch dazu Schmutzteilchen im
Wasser herumschwimmen, auf denen sie sich festsetzen können,
da allerdings wird bald der ganze schöne Gartenteich mit
dicken Teppichen aus Fadenalgen bedeckt sein, deren Fäden bis
tief ins Wasser hinabreichen und dabei ihre typischen Verklumpungen
bilden.
Wenn sich Fadenalgen erst mal in einem Gartenteich festgesetzt
haben, sind sie nicht einfach daraus zu entfernen, jedenfalls nicht so,
dass sie niemals wieder neu wachsen würden. Man muss sie
regelmäßig aus dem Wasser angeln, wenn man nicht
will, dass sie den gesamten Gartenteich erobern, die Pumpen verstopfen
und zur Todesfalle werden für kleine Fische und andere
Teichwinzlinge, die zur Biosphäre eines Gartenteiches
dazugehören.
Die regelmäßige Entfernung der Fadenalgen
lässt sich am besten mit einem gegabelten Stock
bewerkstelligen, auf den man die miteinander zusammenhängen
Fäden aufwickelt. Meisten erwischt man da auf einen Zug einen
ganzen Fadenalgenteppich. Auch eine Harke kann diesen Dienst leisten,
und es soll Gärtner geben, die einen Akkuschrauber mit einem
langen Gewinde nutzen, der die Fadenalgen dann automatisch aufwickelt.
Mancher Teichbesitzer schüttet in seiner Verzweiflung
über die ständig nachwachsenden Fadenalgen chemische
Mittel ins Wasser. Die senken den pH-Wert des Wassers, machen es
dadurch saurer und schneiden den Fadenalgen damit die Lebensgrundlage
ab – allerdings oft genug auch allen anderen, durchaus
erwünschten Wasserpflanzen. Wer wirklich ganz
grundsätzlich gegen die Fadenalgen vorgehen will, sollte
andere Wege suchen.
Eine Möglichkeit besteht darin, dafür zu sorgen, dass
der Gartenteich besser beschattet ist. Das kann man erreichen, indem
man rund um den Teich Sträucher, Büsche, Schilf oder
Farn pflanzt, oder auch durch Seerosen, deren Blätter auf dem
Teichwasser schwimmen und es dadurch beschatten.
Nützlich kann es auch sein, die Ufer des Teichs abzugraben, so
dass weniger sehr flache Stellen existieren, wo sich das Wasser schnell
erwärmt und so das Wachstum der Fadenalgen
unterstützt. Auch eine konsequente Reinigung der
Wasseroberfläche ist hilfreich, da dann keine Teilchen im
Wasser treiben, die den Fadenalgen als Wachstumsgrund dienen
können.
Weitere Tipps, die unter Gärtnern gegeben werden:
Einen Beutel mit Torf in die Pumpe legen, da dieser Gerbsäure
abgibt, die den Fadenalgen nicht bekommt, Fische und andere Pflanzen
aber unbehelligt lässt. Roggenstroh soll eine
ähnliche Wirkung haben. In Säcken an den Ufern des
Teichs ins Wasser gelegt, vertreiben sie das unerwünschte
Gewächs. Auch schnell wachsende Wasserpflanzen sorgen
dafür, dass die Fadenalgen weniger Chancen haben, da sie dann
nicht genügend Nährstoffe vorfinden.
Der allerbeste Ratschlag, wie man der Fadenalgen Herr wird,
besteht allerdings darin, schon bei der Planung eines Gartenteichs nach
einem schattigen Plätzchen zu suchen. Ohne starkes Sonnenlicht
haben die Algen kaum eine Chance.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: