Besonders im Frühling, wenn die Temperaturen steigen
und die Sonneneinstrahlung sich auf den Gartenteich erhöht,
gehören Grünalgen zu den häufigsten
Erscheinungen im Teich. Natürliche Ursachen wie abgestorbene
Pflanzenteile, Hineingewehter Blütenstaub und Exkremente der
Zierfische begünstigen die Bildung von Algen. Ruhende Pflanzen
können jedoch den beginnenden
Nährstoffüberschuss noch nicht abbauen und die
meisten Gartenteichbesitzer werden dann mit einem Algenproblem
konfrontiert.
Kommen Grünalgen nur in geringen Mengen vor, können
sie dem Gartenteich sogar nützlich sein, weil sie das Wasser
reinigen. Kommt es aber zu einer vermehrten Algenbildung wird das
Wasser grün und trüb und das stellt eine
ungünstige Bedingung für Teichpflanzen und Fische dar.
Um Grünalgen zu verhindern sollte ein Platz für den
Gartenteich gewählt werden an dem die Sonne nicht mehr als
sechs Stunden auf das Wasser scheint. Viele Teichbesitzer machen den
Fehler und pflanzen die Teichpflanzen in normaler Gartenerde ein.
Nährstoffarmer Sand oder Kies ist besser geeignet. Bei der
Bepflanzung sollten auch Unterwasserpflanzen und Schwimmblattpflanzen
mit einbezogen werden, weil diese das Wasser reinigen und Sauerstoff
freisetzen, Seerosen, Hornblatt und Tausendschön nehmen
Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf.
Der Abbau von Schadstoffen im Wasser wird von Hydrocley und
Wasserhyazinthen gefördert und die Wahrscheinlichkeit von
Algen wird reduziert. Generell sollten alle Pflanzen in
Pflanzkörben in den Gartenteich gesetzt werden, damit nichts
zuwuchern kann.
Bodendeckende Kleinpflanzen, die nicht ins Wasser wachsen aber eine
feuchte Erde brauchen, sollten am Teichrand stehen und eine 5 - 7 cm
Abgrenzung zwischen Garten und Teich bilden. Damit wird verhindert,
dass Rasendünger und Gartenerde in den Teich kommen. Ebenso
sollten eine Belüftungspumpe und ein Teichfilter eingesetzt
werden um einen ausreichenden Sauerstoffgehalt zu gewähren.
Hilfreich kann auch ein teilweiser Wasseraustausch von ca. 30 Prozent
sein um die Algenbildung einzudämmen. Zusätzlich
können mit einem angerauten Stock der im Wasser hin und her
gedreht wird, oder einem Teichkescher die Grünalgen abgefischt
werden.
Wirksame und langfristige Algenbekämpfung beginnt schon im
Herbst, spätestens im Frühling, wenn Herbstlaub und
abgestorbene Pflanzenteile aus dem Gartenteich entfernt werden. Dann
sollte auch der Fischbestand kontrolliert werden, denn zu viele Fische
und das Fischfutter begünstigen eine Vermehrung von Algen
deutlich. Damit ist schon mal eine Grundlage zur Algenbildung
ausgeschlossen.
UV -Geräte bekämpfen den Algenbefall wenn er schon
sehr stark voran geschritten ist. Sie arbeiten mit energiereichem und
kurzwelligem UV-Licht und töten sämtliche
Mikroorganismen im Teich ab. Darum sollten die Geräte erst als
letztes Mittel zur Algenbekämpfung eingesetzt werden, weil sie
den Fischen und den Pflanzenbestand wenn sie zu oft benutzt werden
schädigen können.
Sinnvoller wäre es einen kleinen Springbrunnen im Teich
aufzustellen, das steigert die Wasserqualität und
schließt einen starken Algenwuchs von vornherein aus.
Chemische Mittel, die in das Wasser gekippt werden, sollten erst dann
zum Einsatz kommen, wenn alle anderen Maßnahmen versagt haben.