Der Koi ist ein Zierkarpfen, der in Japan schon im 11.
Jahrhundert bekannt war. Heute ist der edle Fisch weltweit
geschätzt und wird von Liebhabern als das Highlight des
Gartenteiches gesehen. Man sagt, es gäbe nichts
entspannenderes, als nach einem stressigen Tag den Feierabend am
eigenen Koiteich zu verbringen und zu beobachten, wie die in der
Abendsonne leuchtenden Koi stilvoll und anmutig ihre Bahnen ziehen.
Einen Koiteich anzulegen, erfreut sich also immer
größerer Beliebtheit. Natürlich sind dabei
einige wichtige Punkte zu beachten. Ein Gedanke im Voraus, Koi
können bei guter Pflege und artgerechter Haltung bis zu 35
Jahre alt werden, man sollte die Anschaffung der teuren Fische also
nicht aus einer Laune heraus tätigen, sondern mit viel
Weitsicht planen.
Schon die Länge eines ausgewachsenen Kois stellt hohe
Ansprüche an die Dimensionen des Teiches, ein
kräftiges Exemplar kann nämlich bis zu 60 Zentimeter
messen.
Die Mindesttiefe sollte 1,30 Meter auf keinen Fall unterschreiten,
besser sind 170 Meter. Ein weiteres Argument für die
große Tiefe ist es, dass Koi unter dieser Voraussetzung
– am Grund des Teiches – problemlos
überwintern können. Auch Länge und Breite
des Koiteiches sollten großzügig gewählt
werden, da die Tiere viel Platz zum Schwimmen benötigen. Eine
Faustregel besagt, dass pro Fisch mindestens 1000 Liter Wasser
notwendig sind. Besonderes Augenmerk ist auf die Teichbepflanzung zu
legen, denn Koi lieben es sich im Schatten von
Seerosenblättern aufzuhalten.
Weitere Pflanzen sind aus einem anderen Grund unabdingbar. Die
natürlichen Ausscheidungen des Koi stellen eine weit
größere Herausforderung für das
Ökosystem Teich dar, als es die von herkömmlichen
Teichbewohnern wie Goldfischen, tun.
Nur eine üppige Bepflanzung kann eine hohe
Wasserqualität aufrechterhalten. Im Herbst gilt es dann
abgestorbene Pflanzenteile aus dem Teich zu entfernen. Das Wasser
selbst sollte stets Temperaturen zwischen 4 und 28 Grad Celsius haben,
wobei Schwankungen unbedingt zu vermeiden sind, um den Fischen nicht zu
schaden. Ein hoher Sauerstoffanteil ist ebenfalls Grundvoraussetzung
für eine artgerechte Haltung. Diesen erreicht man durch die
Anlage eines Teichwasserfalls. Auch der Bau eines kleinen Filterteiches
sollte in Erwägung gezogen werden.
Der Koi gilt als sehr geselliger Fisch, deshalb
müssen mindestens 5 Exemplare eingesetzt werden. Eine andere
Eigenart des Koi ist seine Geräuschempfindlichkeit.
Lärm und Stress sind daher sehr gefährlich
für die Fische. Außerdem müssen sie in
regelmäßigen Abständen auf typische
Koikrankheiten, wie Pilz- oder Bakterienbefall untersucht werden, was
bei positiver Diagnose leider die Separierung einzelner Koi zur Folge
hat. Eine gleich bleibend hohe Wasserqualität beugt
Fischkrankheiten jedoch wirksam vor.
Werden die Grundregeln zur Anlage eines Koiteiches
eingehalten, steht der erfolgreichen Aufzucht und Haltung der edlen
Teichbewohner nichts mehr im Wege.
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