Wasser hat eine beruhigende Wirkung auf die meisten Menschen.
Die im Sonnenlicht glitzernde, sich sanft bewegende Wasseroberfläche
hat etwas sehr Anziehendes und lenkt die Blicke auf sich. Pflanzen
können ohne Wasser nicht gedeihen, vielleicht passt ein Teich auch
deshalb so gut zu allen Gartenanlagen.
Die Ansicht, es sei auf jeden Fall eine große Fläche im
Grünen erforderlich, um in diesen Genus mit dem Bau eines Gartenteichs
zu gelangen, ist nicht richtig, denn mit einem Miniteich hat man fast
räumlich unbegrenzte Möglichkeiten zur Gestaltung mit Wasser. Soll er
allerdings einen Balkon verschönern, muss auf dessen Tragkraft
Rücksicht genommen werden, damit es kein Unglück gibt.
Bei der Standortwahl ist eine sehr lange Sonnenbestrahlung zu
vermeiden, damit das Wasser nicht über Gebühr verdunstet. Auch der
Gegensatz, die kühlen Nordseiten eignen sich nicht besonders, aber hier
wird man sich ohnehin nicht gern aufhalten und diese Stellen daher gar
nicht erst in Erwägung ziehen. Die natürliche Wasserverdunstung wird im
Idealfall durch das Zufügen von Regenwasser ausgeglichen, es ist
weicher als Leitungswasser und bewässert die Pflanzen auch in der
Natur.
Mit etwas Fantasie lassen sich viele Utensilien zum Miniteich
ummodeln. Mörtelwannen sind eine Möglichkeit, ebenso gut lassen sich
Wein- und Bierfässer, große Pflanzkübel, Keramiktöpfe und sogar Eimer
umfunktionieren. Letztere kann man sehr gut mit Strohmatten oder
anderen Materialien in ihrem Äußeren etwas aufpeppen und
gartentauglicher machen.
Weitere benötigte Dinge sind Teichfolie, Kies und
Pflanzkörbe. Wer möchte, kann sogar ein Wasserspiel mit zugehöriger
Pumpe einbauen. Teicherde wird nur dann gebraucht, wenn die gewählte
Pflanzenart dies ausdrücklich verlangt. Helle Kiessorten sind besser
geeignet, sie garantieren, dass man auch wirklich bis auf den Grund
schauen kann und sich der Blick nicht in allgemeiner Dunkelheit
verliert.
Helle Steine bilden einen besseren Kontrast und lassen die
Pflanzen gut zur Geltung kommen. Des begrenzten Platzes wegen ist es
ratsam, nicht zu viele Teichgewächse einzusetzen, damit ihre Entfaltung
nicht beeinträchtigt wird. Die Auswahl wird sich unter diesem Aspekt
sicher als schwierig erweisen, denn man steht bei der Entscheidung
einer Vielfalt von anmutigen Wasser- und Sumpfpflanzen gegenüber.
Trotzdem muss man einen kühlen Kopf bewahren, denn zu viele
Wasserpflanzen führen dazu, dass man an keiner davon Freude hat, weil
sie so beengt nur kümmerlich wachsen oder sogar eingehen. Wenn auch ein
Wasserspiel eingeplant ist, kommen einige Gewächse sowieso nicht in
Frage, weil sie eine stetige Wasserberieselung nicht mögen.
Mit einem Miniteich und bunt bepflanzten Balkonkästen kann
man auf kleinstem Raum den Abwechslungsreichtum einer ausgedehnten
Gartenanlage nachempfinden.