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Gartengemeinschaft - Gartenteich - Molche

Molche





Wenn Sie Ihren Garten in der näheren Umgebung eines Teiches, Tümpels oder nicht austrocknenden Grabens haben, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass Sie schon einmal einem Molch "begegnet" sind. Das ist in der kalten Jahreszeit, in der die Tiere in eine Winterstarre fallen, unter Baumwurzeln, Erd- oder Steinhaufen oder gar im Keller möglich. Vom Frühling bis zum Spätherbst halten sie sich bei Temperaturen ab +5°C in den Gewässern selbst oder in deren unmittelbaren Nähe auf.

Alle Arten der Molche gehören den zur Klasse der Amphibien zählenden Schwanzlurchen an. Dabei werden selbst in manchen Veröffentlichungen keine klaren Grenzen zwischen den Molchen und Salamandern gezogen. Dies ist an sich auch nicht zwingend erforderlich, da der markanteste Unterschied im Lebensraum der Tiere besteht. Molche leben überwiegend im Wasser, während die Salamander als Landtiere zu bezeichnen sind, von denen einige Arten das Wasser lediglich zur Eiablage oder zur Geburt der Larven aufsuchen. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal besteht in der unterschiedlichen Schwanzform.

Die Artenvielfalt der Molche beschränkt sich weitestgehend auf die Nordhalbkugel unserer Erde und ist in Deutschland, zumindest was die in freier Natur lebenden Arten betrifft, recht beschränkt. Am verbreitesten sind die Teich- und die Kammmolche, während Berg- und Fadenmolche seltener zu finden sind.

Eine allgemeingültige Beschreibung der einzelnen Arten ist kaum sinnvoll, da die Tiere sowohl nach Geschlecht als auch in bestimmten Entwicklungs- und Verhaltensphasen unterschiedliche Färbungen und teilweise auch Körperformen annehmen.

Allerdings ist der Kammmolch der größte und kräftigste von ihnen, der bis zu 18 Zentimeter lang werden kann und bei dem die Männchen während der Paarungszeit eine unregelmäßig gezackten Kamm besitzen, welcher am deutlichsten im Wasser sichtbar ist. Ein solcher Kamm bildet sich auch bei den Männchen der kleineren Teichmolche aus, die auch unter Namen wie Wasser-, oder Streifenmolch bekannt sind.

Entwicklung und Lebensweise sind bei den in unseren Breiten vorkommenden Arten sehr ähnlich. In den im Frühjahr aufgesuchten Balzgewässern endet die Balz der Männchen mit dem Absetzen eines Samenbehälters am Weibchen. Etwa im Juli legen die Weibchen mehrere hundert Eier an Wasserpflanzen ab, die mit dem mitgeführten Samen der Männchen befruchtet werden. Das Verhalten der erwachsenen Tiere danach ist unterschiedlich. Kammmolche verbleiben im Laichgewässer, Teichmolche wandern in der Regel vom Laichgewässer weg. Die aus den Eiern schlüpfenden Molchlarven sehen den Eltern bereits sehr ähnlich; während der Metamorphose erfolgt später der Übergang von der Kiemen- zur Lungenatmung.

Teichmolche sind tagaktiv, Kammmolche dagegen jagen ihre Beute wie Würmer, Schnecken oder Insekten in der ersten Nachthälfte.

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