Bei einem Schwimmteich wird auf chemische Wasseraufbereitung
verzichtet, sodass sich nach und nach ein kleines Biotop formt, welches
vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat gibt. Dafür ist aber auch
der Bau und die Pflege wesentlich komplexer. Im Frühling
müssen abgestorbene Pflanzenreste entfernt und Enten verjagt, im
Sommer auch schon mal Wasser nachgefüllt, im Herbst ein Laubfang
über das Wasser gespannt und im Winter muss der der Teich auch
schon mal vom Schnee frei gefegt und ein komplettes Zufrieren
verhindert werden. Viel Arbeit aber nichtsdestotrotz ein wirklich
lohnendes Werk
Bei der Planung eines Schwimmteiches sollten Sie sich in
jedem Fall mit
den Bauvorschriften ihrer Gemeinde auseinandersetzen, um unnötigen
Ärger zu vermeiden. Die Behörde erteilt Ihnen auch Auskunft,
wo eventuell Wasser, Abwasser, Strom und Gasleitungen verlaufen. Auch
müssen solche Faktoren wie die Ufergestaltung, die Form (Oval ist
besser als Rund), der Windschutz, die Sonneneinstrahlung, der Steg und
die Einsehbarkeit durch öffentliche Verkehrsflächen und
Nachbarn eine Rolle spielen. Außerdem ist ein Schwimmteich im Bau
sehr teuer, es können schnell mehrere Tausend Euro werden. Ist das
alles geklärt, kann der Bau beginnen, am besten eignen sich der
März bzw. der April dafür.
Im ersten Schritt wird zunächst einmal eine Grube ausgehoben
und
der Boden angeglichen. Daraufhin müssen sämtliche
Fremdkörper entfernt werden, ganz besonders wichtig sind Steine
und Wurzeln. Letztere können zu einer echten Gefahr für
Teiche jeder Art werden. Die Teichgrube muss ausgepolstert werden -
entweder mit Teichvlies oder mit Sand.
Die Teichfolie kann vor Ort zusammengeklebt, oder in einem
Stück
verlegt werden, was natürlich sehr schwer ist. Danach folgt der
Einbau von Filtern oder Pumpen, bis im Schluss darauf das Wasser in den
Teich kann. Dann ist schon die Ufergestaltung mit ihrer Bepflanzung an
der Reihe, denken Sie daran eine Schwimmzone und eine Filterzone
einzuplanen. Der Wasseraustausch zwischen diesen Zonen sorgt neben
Filtertechnik für ein gesundes Klima. Wenn dann die Steganlage
eingebaut ist, kann das Schwimmen losgehen. Es dauert allerdings zwei
bis drei Jahre, bis sich ein biologisches Gleichgewicht aufgebaut hat.
Eine der größten Gefahren ist für Schwimmteiche eine
Überdüngung. Das passiert, wenn zu viele
Pflanzennährstoffe, sprich Düngestoffe, im Gewässer
sind. Meist sind es Stickstoff- und/oder Phosphorverbindungen, welche
die Probleme verursachen.
Durch die Überdüngung kann es zu vermehrtem Auftreten von
Schwebealgen führen. Diese Algen sind nicht sichtbar, trüben
aber in Massen aufgetreten das Wasser. Dies geschieht häufig durch
Rasendüngemittel, welches in den Teich eingeschwemmt wird oder
durch belastete Zuläufe. In einem solchen Fall muss sofort
eingegriffen werden, da der Teich sonst „umkippt“ und
stirbt.