Wasserhyazinthen sind hübsch, zieren unzählige Gartenteiche begeisterter Hobbygärtner und machen jeden Teich zu einem zauberhaften Blickfang im stimmigen Gartengefüge.
Aber Wasserhyazinthen, die auch auf den Namen Eichhornia hören, haben noch ein anderes Gesicht: ein fieses Gesicht, das andere Pflanzen und Tiere unaufhaltsam verdrängt. Eichhornia hält nicht viel von Kompromissen, wuchert ganze Seen zu und lässt sich nur durch Fressfeinde aufhalten. Die krautige Pflanze mit den farbenprächtigen Blüten verschönert Gärten und peppt Gartenteiche auf. Sie ist beliebt und begehrt, aber das dickstängelige Gewächs ist nicht nur eine harmlose Zierpflanze. Im eigenen Garten kann Eichhornia nur mit angemessener Pflege zu einer stimmigen Augenweide werden.
Die richtige Pflege der Wasserhyazinthe
Der Standort: Wasserhyazinthen fühlen sich in stehenden und mit Sonne verwöhnten Gewässern besonders wohl. Mindestens 20 ° Celsius sollte die Wassertemperatur betragen, damit die tropische Pflanze sich auch im eigenen Garten heimisch fühlen kann. Bei einer Wassertiefe ab 20 cm und mit ausreichend Nährstoffen im Gewässer kann die Wasserhyazinthe sich optimal entwickeln.
Überwintern: Die Wasserhyazinthe ist auf Grund ihres südamerikanischen Ursprungs eine tropische Pflanze und übersteht kalte Winter nicht.
Schon im Herbst sollte die Zierpflanze ein neues Quartier bekommen, das durchgehend etwa 15 bis 20° Celsius warm ist. Der etwa 20 cm tiefe Wasserbehälter sollte vor der Übersiedelung mit lehmig-humoser Erde gefüllt werden, damit die Wasserhyazinthe immer genügend Nährstoffe zur Verfügung hat.
Die Vermehrung der Wasserhyazinthe: Eichhornia bildet kleine Ausläufer an den Blattrosetten, die problemlos abgetrennt werden können. Schon nach wenigen Tagen hat die Tochterrosette die Größe der Mutterrosette erlangt.
Die Wasserhyazinthe - Hintergründe
Wasserhyazinthen sind im eigenen Garten eine unter vielen Zierpflanzen. Sie schmücken Gartenteiche und fügen sich durch die prächtigen Blüten in den liebevoll gestalteten Garten ein. In der freien Natur ist die Wasserhyazinthe aber vielerorts zu einem echten Problem geworden. Heimisch ist die krautige Pflanze in Südamerika und wurde als hübsche Zierpflanze überall in die Welt gebracht.
Eichhornia verbreitet sich rasend schnell und verdrängt innerhalb kürzester Zeit andere Pflanzenarten, nimmt Fischen und anderen Tieren ihren Lebensraum und wuchert ganze Seen so stark zu, dass ein riesiger Pflanzenteppich entsteht, der die Wasseroberfläche vollkommen verdeckt. Das natürliche Gleichgewicht wird gestört, ganze Lebensräume vernichtet. Einhalt können der Wasserhyazinthe nur natürliche Fressfeinde gebieten, wie zum Beispiel der Rüsselkäfer, der sich von abgestorbenen Pflanzenteilen ernährt.
Als die Wasserhyazinthe - die ihren wissenschaftlichen Namen Eichhornia zu Ehren des preußischen Kultusministers Johann Albrecht Friedrich von Eichhorn (1779-1856) trägt - als Zierpflanze die ganze Welt eroberte, ahnte niemand, dass sie für viele natürliche Lebensräume zu einer echten Pest werden würde.
Kontrolliert im eigenen Gartenteich gehalten, ist die Wasserhyazinthe aber tatsächlich nur eine wunderschöne Zierpflanze mit bezaubernden Blüten, die jeden Gartenteich verschönert.
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Leser-Kommentare
(1)
flaths4zuhause@aol.com
(30.06.2011 19:05:30)
hallo,
habe in meinem gartenteich einige wasserhyazinthen.leider wachsen sie nur sehr wenig und werden braun bzw.faulen die älteren teile weg.von blüten gar keine spur.was könnte der grund dafür sein?wäre für einen rat sehr dankbar.