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Gartengemeinschaft - Gartenteich - Wasserspeier

Wasserspeier





Ursprünglich waren Wasserspeier architektonische Elemente, die zur Wasserableitung an Dächern dienten. Es gab sie in zwei Formen: der schlichten und der stylistisch mythologischen Figuren Form.

In der schlichten Form heißen sie auch Abtraufe, Ansetztraufe oder Ablaufrinne. Die fantastischen Tierformen werden als „Gargoyle“ bezeichnet, im französischen „Gargouille“. Beide Wörter kommen aus dem deutschen „gurgeln“, da das Geräusch des ablaufenden Wassers stark an ein Gurgeln erinnert.

Der Sinn und Zweck eines Wasserspeiers lag darin, das Wasser im Bogen von den Gebäuden weg zu „speien“ - also zu spucken. Dadurch wurde verhindert, dass das Wasser an den Gebäuden entlang lief und in das Fundament oder Gemäuer eindringen konnte. Die einfachen Ablaufrinnen kennt man in der Architektur schon seit dem 6.Jahrhundert.

Die wilden Tierfiguren und Dämonen kamen erst später dazu. An kirchlichen Bauten haben sie oft die zusätzliche Funktion den Teufel darzustellen, der vor der heiligen Kirche flieht, da sein Gesicht weit abgewandt ist. Erst zum Ende des 18. Jahrhunderts verloren die Wasserspeier als Regenablauf an Gebäuden an Wichtigkeit, da zu diesem Zeitpunkt zunehmend Regenrinnen aus Metall installiert wurden.

Heutzutage sind Wasserspeier eher als Teil eines Wasserspiels oder im Gartenteich, aber auch an der Hauswand als Wasserspender zu finden, da sie ihre ursprüngliche Funktion als Regenableiter gänzlich verloren haben. Der wohl berühmteste Wasserspeier ist das „Männeken piss“ die Skulptur eines Jungen, der in ins Wasser uriniert.

Wenn man sich einmal entschlossen hat einen Wasserspeier in seinem Garten zu installieren, stellt sich zunächst die große Frage „Aber was denn nur?“ Die Auswahl ist so groß geworden, dass schon manch ein Gartenbesitzer wesentlich mehr Zeit mit der Suche und Auswahl des richtigen Speiers verbracht hat, als mit dem endgültigen Einbau. Von schlichten Fröschen, die ins Wasser speien, über Feen, Drachen und Gargoyles, hin zu kleinen Engeln oder Löwenköpfen, die an der Wand befestigt werden, oder eine griechische Amphore, aus der leider nur Wasser statt Wein sprudelt - grundsätzlich ist alles zu kaufen, was der Geschmack sucht.

Es ist natürlich in erster Linie eine Frage des Geschmacks und des Stils, in dem man den Wasserspeier haben möchte, allerdings auch eine Frage der Platzierung. Zum Beispiel möchten sie keinen im hohen Bogen spritzenden Wasserspeier direkt vor der Terrassentür haben, oder einen kleinen Speier mit Tränke direkt neben ihrem Lieblingsfrühstücksplatz.

Auch sollte der Speier nicht untergehen, das heißt, möchten Sie ihn an der Efeu umrankten Wand anbringen, muss er groß genug sein, um auch gesehen zu werden und eine Wirkung zu erzielen.


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