Erbsen sind vor allem, aber nicht nur in der mitteleuropäischen Küche
beliebt. Sie passen zu vielen Gerichten als leckere Beilage, sind Bestandteil
etlicher deftiger Rezepte und werden auch gern roh aus der Hülse als Snack
gegessen. Da sie keine großen Pflanzen bilden, sind sie selbst für den Anbau im
kleinen Garten oder im Blumentopf im Innenraum bestens geeignet. Die Erbse gilt
grundsätzlich als genügsame Pflanze, da sie nur einige wenige Anforderungen an
ihren Standort stellt und keine große Erfahrung beim Anbau von Nutzpflanzen
voraussetzt. Sie wächst vergleichsweise schnell, die einzelne Pflanze trägt
mehrere Hülsen.
Die Zeit für die Aussaat der Erbse hängt von der jeweiligen Art ab.
Grundsätzlich gilt allerdings, dass der Boden nachts nicht mehr gefrieren sollte
und die Pflanze nicht mit nächtlichem Frost in Berührung kommt. Wenn die
Temperaturen in April oder Mai auf etwa 20°C steigen, ist die richtige Zeit für
die Aussaat gekommen. Erbsen als Topfpflanze kann man natürlich ganzjährig
aussähen: Sie müssen lediglich von kalten Stellen im Haus und kühlen Zugwinden
ferngehalten werden, damit sie gedeihen können.
Erbsen vertragen Erde am besten, wenn sie humusreich ist und reich an Kalk und
Kalisalzen ist. Dies kann man ermitteln, indem man eine Bodenprobe an ein Labor
schickt - diese testen günstig den Gehalt an Nährstoffen in der Erde. Der
pH-Wert des Bodens sollte bei etwa 6,0 - 7,5 liegen, was man ebenfalls vom Labor
testen lassen kann. Besonders gut wachsen Erbsen, die viel Sonnenlicht und
gelegentlich frischen Wind abbekommen.
Vor kühlen und feuchten Nächten im April muss man keine Angst haben - das
vertragen die Erbsen. Sie brauchen bis zur Blütezeit allerdings Wasser, da sie
auf eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr angewiesen sind. Bei großer Hitze
sollte man dafür sorgen, dass die Erbsen vor allem abends oder nachts bewässert
werden, da sie sehr empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren und vor allem
dann genug Feuchtigkeit brauchen. Auf stickstoffhaltigen Dünger oder den gern
verwendeten Mist reagieren Erbsen allerdings nicht gut - deswegen sollte man auf
die verzichten.
Zum Anbau von Erbsen in Reihen werden zunächst Rillen benötigt, die etwa 5-6 cm
tief sind. Die Erbsensamen werden im Abstand von 3-4 cm eingepflanzt und mit
Erde bedeckt. Zwischen den einzelnen Reihen sollten etwa 40 cm Abstand liegen.
Bei zu enger Bepflanzung des Beets können sich die Wurzeln der Erbsenpflanzen
nicht richtig ausbreiten und die Erbsen haben es schwer, an ausreichend
Nährstoffe zu kommen. Für den Anbau von Erbsen im Topf gelten dieselben Regeln:
Die Samen müssen gleich tief liegen, auf mehrere Reihen sollte man möglichst
verzichten. Einige wenige Erbsen können problemlos in einem großen Pflanzentopf
angebaut werden, für eine einzelne Pflanze reicht sogar ein zimmerüblicher Topf.
Sollen es allerdings mehrere sein, empfiehlt sich der Anbau im Beet.