Manch einer hat solche Szenen noch im Gedächtnis,
Bilder vom fröhlichen Zusammensein an einem Herbsttag auf dem
Kartoffelacker. Früher war es üblich, auf den Feldern
im Herbst Kartoffelfeuer zu veranstalten. Die Leute kamen zusammen,
sammelten die bei der Ernte liegen gebliebenen Kartoffeln auf oder
brachten Kartoffeln aus eigenem Anbau mit. Diese wurden dann mit
Stöckchen ins Feuer gehalten und es war ein unvergleichlicher
Geschmack, wenn schließlich in diese heiße, so
einfache Köstlichkeit gebissen wurde.
Kartoffelfeuer sind heute noch genauso möglich - und
zwar nach der Ernte von Kartoffeln aus dem eigenen Garten. Sogar auf
dem Balkon können Kartoffeln angepflanzt und geerntet werden.
Im Grunde ist die Kartoffel eine sehr robuste Pflanze, welche sich
vielerlei Umgebungen anpasst. Also einfach das Pflanzen von Kartoffeln
ausprobieren - vielleicht gibt es schon bald ein nostalgisches
Kartoffelfeuer!
Die Anzucht der Kartoffel ist sehr einfach. Eine Kartoffel,
welche bereits keimt (oder natürlich mit Abstand mehrere
Kartoffeln) in den Boden stecken und regelmäßig
wässern. Dann entstehen aus der einen Kartoffel viele junge
Kartoffeln, die sich zu immer größeren
Früchten entwickeln.
Wer im April/Mai säht, der kann sich im September auf die
Ernte freuen. Etwa drei Monate sollten die jungen Kartoffeln Zeit
bekommen, um im Boden zu reifen und zu wachsen. Am besten ist es, die
Kartoffeln mit einem einfachen Spaten aus der Erde zu holen. Auch
kleinere Spaten oder Schaufeln können benutzt werden,
allerdings wird die Arbeit dann etwas mühevoller.
Ideal lassen sich die recht großen Pflanzen eben mit einem
ganz normalen großen Spaten stechen, da so die ganze Pflanze
in einem Stück aus dem Boden gehebelt werden kann. Bei der
Ernte mit kleineren Gerätschaften erst die Blätter
entfernen und dann die Kartoffeln ausbuddeln.
Natürlich wird es beim Herausholen der Kartoffeln, also beim
Einstechen mit dem Spaten, zwangsläufig passieren, dass einige
Knollen der Pflanze leicht beschädigt werden könnten.
Das ist jedoch kein Drama, diese Kartoffeln müssen dann
einfach möglichst schnell verbraucht werden. Bei langem Liegen
beginnen sie zu schimmeln. Warum aber nicht am gleichen Tag ein
leckeres Kartoffelgericht zubereiten?!
Die Kartoffeln, die zum Lagern in Körbe oder Boxen
gelegt werden, sollten zuvor auf Unversehrtheit kontrolliert werden.
Dann einfach abbürsten (vorsichtig! Nicht, dass sie dann noch
beschädigt werden) und dann an einen kühlen,
trockenen und dunklen Ort bringen. Im Nassen schimmeln Kartoffeln
leicht, im Hellen treiben sie sehr schnell Keime aus.
In heutigen Kellern ist diese Lagerung nicht mehr so einfach, aber oft
gibt es auch noch kalte, ursprüngliche Kellergewölbe,
die sich bestens eignen.
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