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Gartengemeinschaft - Gemüsegarten - Kartoffelsorten

Kartoffelsorten





Der Süddeutsche liebt seine Spätzle, also alle Sorten von Teigwaren. Der Norddeutsche dagegen liebt Kartoffeln in jeder Art der Zubereitung. Lebt der Norddeutsche in Süddeutschland, ist es für ihn schwierig, gute und schmackhafte Kartoffeln zu bekommen.

Es gibt schätzungsweise 5.500 Kartoffelsorten, die zu einem großen Teil für die industrielle Verwertung angebaut werden. Aus diesen Kartoffeln wird Stärke und Alkohol gewonnen. Mit diesem Alkohol sollen dann die Autos der Zukunft betankt werden.

Interessant sind aber für den Verbraucher die Kartoffelsorten, die er essen kann und möchte. Wenn er jetzt im August durch das Land fährt, sieht er die Bauern bei der Kartoffelernte. Diese Kartoffeln sind schon die späten Sorten, die sich besonders zum Einkellern eignen. Die deutsche Frühkartoffel kommt schon im Juni in die Geschäfte. Sie eignet sich jedoch nicht zum Einlagern, sondern muss bald verzehrt werden.

Während in Süddeutschland, wenn überhaupt, Kartoffeln vom Verbraucher gekauft werden, sind dies in der Regel die Festkochenden Sorten. Der süddeutsche Kartoffelsalat ist eine Spezialität, die nur aus festen Kartoffeln hergestellt werden kann. Aber auch für Pellkartoffeln, die gerne mit Quark, zum Beispiel Tzatziki, verzehrt werden, eignet sich die Festkochende Kartoffel besonders. Die bekannteste Sorte, die sehr alt ist, ist die Sieglinde. Bei diesen Festkochenden Sorten platzt die Schale kaum beim Kochen auf.

Die fast Festkochenden Kartoffelsorten unterscheiden sich nur wenig von den Festkochenden Sorten. Sie werden gerne für Bratkartoffeln genommen. Zuerst kocht man sie als Pellkartoffel, wobei die Schale leicht beim Kochen aufspringt. Dann wird die Schale der Pellkartoffel abgezogen und die Kartoffel ist nun, noch ziemlich fest, fertig für ein leckeres Bratkartoffelgericht.

Dann gibt es noch die mehligen Kartoffelsorten. Diese haben einen hohen Stärkegehalt und sind trockener als die festen Sorten. Diese Kartoffeln nimmt die Hausfrau gerne für Suppen. Wenn sie einen Eintopf kocht, wird er durch diese mehlige Kartoffel leicht sämig und wirkt nicht so dünn. Die Hausfrau kann den Eintopf sämiger machen, indem sie ihn noch leicht püriert.

In der Zeit nach dem Krieg war die Kartoffel heiß begehrt. Wer keinen eigenen Kartoffelacker hatte, war froh, wenn er die Kartoffeln, die nach der Ernte noch in der Erde verblieben sind, ernten durfte. Die vielen Sorten, die heute zur Auswahl stehen, waren in der Zeit nebensächlich. Kartoffeln waren zum Überleben wichtig. Eine Pellkartoffel, egal ob fest oder mehlig, war ein Genuss. Wenn dann noch Salz und etwas Butter dazu gegeben wurde, war die Kartoffel durchaus ein Festmahl.

Auch die Kartoffel, bei der Ernte im getrockneten Kartoffelkraut auf dem Feld gebraten, war für die Menschen, die dies erleben durften, unvergesslich. Wenn die schwarze, verkohlte Schale abgezogen wurde und die köstlich dampfende und duftende Kartoffel aus der Hand ohne weitere Zutaten gegessen wurde, war dies eine vollkommene Delikatesse.


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Leser-Kommentare (1)

Sabine Jungnickl (20.07.2011 13:43:44)

Ich wollte mich über besonders wohlschmeckende Kartoffelsorten informieren und lese erstaunt, dass wir Süddeutschen angeblich nur Kartoffelsalat schätzen. Wenn ich von meiner und befreundeten kochenden Familien aus Nürnberg/Franken ausgehe, gibt es mindestens 3-4 Kartoffelgerichte pro Woche:Klöße, Baggers (Reibekuchen),Kartoffelbrei,Kartoffelsalat...Rich-tig ist, dass es seltener Salzkartoffeln gibt, als ich es bei meinen "nördlicheren" Aufenthalten erlebt habe. Viele Grüße S.J.




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