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Gartengemeinschaft - Gemüsegarten - Petersilie

Petersilie





Petersilie zählt, neben Schnittlauch, zu den häufigsten Würzkräutern. Auch auf keiner hübsch dekorierten Platte darf das Sträußchen Petersilie fehlen. Die manch einem auch als Peterle, Peterling oder Stehsalat bekannte Pflanze zählt zu den ältesten Gewürzen der Welt. Seit mehr als 2000 Jahren wird Petersilie nicht nur verwendet sondern auch angebaut. Bereits die Griechen kürten die Sieger der Isthmischen Spiele mit einem Kranz aus Petersilie. Den Kriegern Homers diente die Pflanze als Stärkungsmittel für ihre Pferde. Bei den Römern stand Petersilie erstmals auf dem Speisezettel. In Mitteleuropa waren die Mönche in den Klöstern Vorreiter ihres gezielten Anbaus.

Der zweijährige Doldenblütler besitzt aufrechte, verzweigte Stängel und kann 30 bis 90 Zentimeter hoch wachsen. Die glänzenden, dunkelgrünen Blätter können glatt oder kraus austreiben. Im zweiten Jahr zeigen sich die grünlichgelben Blüten, welche zerrieben den für die Petersilie typischen Duft abgeben. Die ursprüngliche Heimat der Petersilie sind die Küsten des Mittelmeeres und des Atlantiks. Heute ist die Pflanze nicht nur in ganz Europa verbreitet, sondern auch in Australien, Japan oder Amerika längst keine Unbekannte mehr.

Im Handel wird Wurzel- oder Blattpetersilie angeboten. Beim Kauf sollten Kunden auf das frische Aussehen der Pflanze achten. Die Blätter sollten nicht welken und die Wurzeln keine weichen oder fleckigen Teile aufweisen. Krause Blattpetersilie wird häufig als Dekoration verwendet. Die glattblättrige Art vorwiegend als Suppeneinlage.

Petersilie lässt sich leicht selbst kultivieren. Sie benötigt einen hellen, aber nicht voll sonnigen Standort. Der Boden sollte gut gelockert und nährstoffreich sein. Gegossen wird Petersilie nur mäßig. Staunässe verträgt die Pflanze nicht. Die Aussaat erfolgt von Frühjahr bis Spätsommer. Pflanzen werden auf einen Abstand von 25 Zentimeter vereinzelt. Die Blätter werden bereits im ersten Jahr gepflückt.

Die Wurzeln sollten im Herbst des zweiten Jahres ausgegraben werden. Frische Petersilie ist einige Tage im Kühlschrank haltbar, jedoch gehen dabei wertvolle Inhaltstoffe verloren. Es bietet sich an, die Pflanzenteile sofort zu verarbeiten, zu trocknen oder einzufrieren. Zeigen sich gelbe Blätter, ist der Boden zu sauer. Kalk schafft hier Abhilfe. Pilzkrankheiten können zur Wurzelfäule führen. Mit Pflanztöpfen ist die Pflanze gut gegen Schnecken geschützt.

Frische Petersilie wird bevorzugt Suppen, Gemüse oder Kartoffelgerichten beigegeben, sollte jedoch nicht mitgekocht werden. Klein gehackt harmoniert Petersilie mit allen Gewürzen und verleiht ihnen ein intensiveres Aroma. Wurzelpetersilie wird in Suppen, Soßen oder Eintöpfen stets mit gekocht. Petersilie ist reich an Vitamin C, Karotin und ätherischen Ölen. Aufgüsse können bei Blähungen, Verstopfungen, Rheuma oder Gicht hilfreich sein.

Die Samen enthalten Apiol in hoher Konzentration, was bei Überdosierung zu Herzrhythmusstörungen und Nierenreizungen führen kann. Auch sollten Schwangere keine größeren Mengen Petersilie zu sich nehmen, dies könnte im schlimmsten Fall Fehlgeburten auslösen. Petersilie sollte nicht verwechselt werden mit dem äußerst giftigen Gartenschierling, welcher sich durch weiße Blüten und einen unangenehmen Geruch der zerriebenen Blätter unterscheidet.


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