Die Physalis, eine exotisch anmutende Nutzpflanze die man auch
Andenbeere oder Kapstachelbeere nennt, wird ähnlich unserer
Tomate kultiviert, denn sie kommt ebenfalls aus der Familie der
Nachtschattengewächse. Sie benötigt einen warmen und
sonnigen Standort und kann es unter solch günstigen
Bedingungen zu einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter oder gar
mehr bringen. Obwohl die Physalis mehrjährig ist, ist sie aber
keineswegs winterhart.
Aus diesem Grund sollte die Pflanze vor dem ersten Frost auch in ein
Winterquartier umziehen, wo sie bei 10 – 15°C
überwintern kann. In dieser Zeit sollte sie, wie viele anderer Pflanzen auch, nur in
Maßen gegossen werden.
Wenn man die Physalis in Kübel pflanzt, ist der Umzug an einen
anderen Standort relativ einfach. Wenn sie dann vor dem ersten Frost im
neuen Quartier kühl steht, entwickeln sich die noch unreifen
Früchte weiter und man kann sie sogar noch im Winter ernten.
Wenn die Physalis auf einem Beet gestanden hat, schneidet man sie
kräftig zurück und topft sie in einen Kübel
um. Nun überwintert man sie am Besten genau wie etwa Fuchsien,
Trompetenbäume oder ähnliche Pflanzen. Der Standort
sollte allerdings möglichst hell sein, da es ein
immergrüner Strauch ist. Im nächsten Jahr, nach den
Eisheiligen Mitte Mai, können sie dann wieder nach
draußen.
Hierzulande werden Physalis allerdings meist nur als
einjährige Pflanzen kultiviert, da sie schon im ersten Jahr
nach der Aussaat blühen und Früchte tragen, also
problemlos keimen und sehr schnell wachsen.
Die Früchte der Physalis, die im August oder
September Erntereif werden, sind sehr schmackhaft. Sie können
sowohl frisch als auch getrocknet, wie Rosinen, verzehrt werden.
Ihr Herkunftsland ist Südamerika und sie breitet
sich von hier bis nach Venezuela, Bolivien, Kolumbien, Ecuador, Chile
und Peru aus. Auch in Australien, Indien, Neuseeland, den USA,
Südfrankreich und großen Teilen Afrikas kennt man
die Physalis. Hierher kam sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
In Südafrika werden sogar die Blätter gekocht und als
Gemüse gegessen sowie als Pflaster zu Wundbehandlung
verwendet. Physalis ist in ihrem Herkunftsland mit ca. 110 Arten
vertreten und wird von hier aus in die ganze Welt exportiert. Gesund
sind diese kleinen orange-gelben Früchte von der
Größe einer Stachelbeere allemal, denn sie sind
reich an Provitamin A, Vitamin B1, C, Kalzium und Eisen. Neben dem
Rohverzehr wird die Frucht auch für Marmelade verwendet.
In der Naturheilkunde verwendet man die Physalis wegen ihrer
harntreibenden und reinigenden Wirkung oft auch als wirksames Mittel
gegen Harnwegserkrankungen, Gicht sowie Nieren- und Blasensteine. Dabei
haben beispielsweise 100 Gramm dieser herrlich säuerlich
schmeckenden Früchte gerade mal 72 Kalorien!
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: