In dünne Scheiben geschnitten und mit Essig und Dill
angemacht als knackiger Salat gereicht, so fanden Schlangengurken
früher als Beilage zum Sonntagsbraten klassischerweise
Verwendung. Heute weiß der Weitgereiste Hobbygärtner
mit der zur Familie der Kürbisse gehörenden
Schlangengurke noch weit mehr anzufangen.
Der neue Klassiker, der bei keinem sommerlichen Grillvergnügen
fehlen darf, heißt Tzaziki. Das griechische Traditionsgericht
aus Schlangengurken, Sahnejoghurt und Knoblauch schmeckt besonders gut,
wenn es mit erntefrischen Schlangengurken aus dem eigenen Garten
angerührt werden kann. Da Schlangengurken als
Kürbisgemüse im Freibeet nicht sehr anspruchsvoll
sind, kann der Hobbygärtner sie leicht selbst im Garten
ziehen. Bei rechtzeitiger Planung vor dem Auspflanzen im Mai,
können die schlanken grünen Vitaminspender von Juni
bis in den frühen Herbst hinein geerntet werden.
Wer Schlangengurken im Gewächshaus zieht, wie es die
kommerziellen Produzenten vormachen, braucht auf hohe Keimtemperaturen
bei der Aussaat und später auf die kalten Tage um die
Eisheiligen herum keine Rücksicht zu nehmen. Sollen die
Schlangengurken jedoch im Freiland gezogen werden, müssen
einige frühzeitige Vorbereitungen getroffen werden, ehe es ins
Freibeet geht. Da Schlangengurkensamen erst bei 20 Grad Lufttemperatur
keimt, empfiehlt es sich deswegen, die Samen im April auf der
Fensterbank erst einmal vorzuziehen.
Dazu wird Anzuchterde in einen alten Joghurtbecher gefüllt,
dessen Boden zur Entwässerung mit einem Loch durchbohrt wurde.
Ein Topf nimmt ein Samenkorn auf, das auf der Fensterbank über
der Heizung nach wenigen Tagen zu keimen beginnt. Erst im Mai, wenn die
Eisheiligen vorüber sind, können die empfindlichen
Pflanzen dann ins Freibeet ausgepflanzt werden. Wer keine
Schlangengurken vorziehen möchte, kann den Samen im Abstand
von ca. 10 Zentimetern im Mai direkt ins Freibeet einsäen.
Schlangengurken ranken wie fast alle Kürbissorten
sehr üppig bis zu vier Meter Länge. Im
Gewächshaus brauchen sie daher kräftige
Stützen aus Bambusstäben und Drahtschnüren.
Im Freibeet können sie niedrig ranken, sodass die Gurken auf
dem Boden liegend heranwachsen. Viel Wasser und
regelmäßige Düngung sind wichtig, um
geschmackvolle große Schlangengurken zu bekommen. Der Boden
sollte locker, humusreich und gut wasserdurchlässig sein.
Je wärmer der Sommer, desto schneller wachsen die Gurken. Die
Erntezeit beginnt je nachdem früher oder später im
Juni, wenn die Schlangengurken vorgezogen wurden. Juli bis September
sind die Erntemonate für Schlangengurken, die im Mai direkt im
Garten ausgesät wurden. Geeignete Schlangengurken für
den Garten sind etwa die Sorten Burpless Tasty Green, Cordoba, Paska,
Konsa und die chinesische Schlangengurke. Wer kleinere Exemplare
bevorzugt, kann auf Sorten wie etwa Adrian und Moneta als
Schlangengurken im Garten zurückgreifen.
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