Stangenbohnen sind eine gute Möglichkeit, um einen Sichtschutz im Garten, der
Terrasse oder im Blumenkasten auf dem Balkon zu errichten. Genutzt werden sie
normalerweise als Nutzpflanze für sehr schmackhafte Eintopfgerichte.
Der Anbau ist relativ einfach. Benötigt wird ein hohes Gestell in Form einer
Pyramide, eines hohen Gitters oder nur durch Stangen, die oben und unten
miteinander verbunden werden. Damit die Stangenbohnen während der Wachszeit Halt
bekommen, werden von oben nach unten wetterfeste Schnüre gespannt.
Die Samen der Stangenbohnen kann man selbst gewinnen, in dem bereits im
Spätherbst einige Bohnen an der Pflanze verbleiben, bis diese richtig getrocknet
sind und eine bräunliche leicht knisternde Schale entstanden ist. Die
getrockneten Bohnen werden dann abgepflückt und mit leichtem Druck lassen sich
die darin befindlichen Bohnen heraus schälen. Diese werden nachgetrocknet und
bis zum Frühjahr in einem verschlossenen Gefäß trocken gelagert.
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich im Gartencenter, über einen
Gartenkatalog und auch über das Internet aus einem reichhaltigen Angebot zu
bevorraten. Stangenbohnensamen gibt es in sehr vielen Sorten und Farben. Beim
Einsatz sollte darauf geachtet werden, dass die daraus entstehenden Bohnen
fadenlos sind.
Stangenbohnen können immer wieder an der gleichen Stelle angebaut werden. Um ein
Auslaugen des Bodens zu vermeiden und eine reiche Ernte zu erzielen, empfiehlt
es sich, im Herbst oder im Frühjahr die Erde auszuwechseln. In diesem Fall kann
das Gestell an der gleichen Stelle bleiben. Wem das zu aufwändig ist, der sollte
den Standort jährlich wechseln.
Stangenbohnen werden etwas Ende Mai im Abstand von ungefähr 10 cm in die Erde
eingebracht. Dazu werden mit einem Pflanzstab oder einer kleinen Schippe Löcher
gegraben. In diese Löcher werden jeweils zwei bis drei Samen gesteckt und wieder
mit Erde verschlossen. Um ein schnelleres Wachsen zu erreichen, können die Samen
auch schon vorher für etwa 24 Stunden in Wasser, welches handwarm ist,
eingeweicht werden.
Sollten die Samen aus den unterschiedlichsten Gründen nach etwa vierzehn Tagen
bis drei Wochen nicht gekeimt haben und sich kleine Pflänzchen zeigen, werden
einfach Bohnensamen neu gesteckt. Das lohnt sich auf jeden Fall, da die
Stangenbohnenernte bis etwa Ende September / Anfang Oktober erfolgen kann. Das
kommt ganz auf das Wetter und den Standort an.
Stangenbohnen benötigen keinen besonderen Boden. Sie sollten regelmäßig gegossen
werden. Blüten in rosa, roter oder weißer Farbe zeigen sich meistens erst, wenn
die Bohnenpflanze die Höhe von etwa 2 Metern erreicht hat. Manchmal gehört etwas
Geduld dazu, bis sich erste Blüten zeigen.
Stangenbohnen sollten rechtzeitig geerntet werden. Sind an den Bohnen bereits
die Ausbuchtungen der Bohnenkerne zu sehen und zu fühlen, sind diese bereits zu
alt und holzig und nicht mehr für den Einsatz in der Küche zu gebrauchen. In
diesem Fall werden sie als Samen für das nächste Jahr benutzt.