Ein beliebtes Gartengemüse ist die Tomate. Zur
Gruppe der
Nachtschattengewächse gehörend, wurden im Laufe der Zeit durch Züchtung
viele verschiedene Variationen geschaffen. Sowohl klein bleibende
Partytomaten, große Fleischtomaten, aber auch verschiedene Formen und
Farben wurden gezüchtet.
Allen Sorten gemein, sind gewisse Ansprüche an die Pflege und
Kultur.
Neben ausreichender Düngung und Bewässerung ist das regelmäßige
Ausgeizen erforderlich. Durch Entfernen der Geiztriebe wird die
Hauptwuchsrichtung gestärkt. Außerdem wird vermieden, dass die Pflanze
zu stark verzweigt und dann irgendwann unter der Last der Früchte
auseinander bricht.
Beim Ausbrechen der Trieb muss man darauf achten, dass der
Trieb kurz in der Achsel ausgebrochen wird, ohne die Pflanze stärker
als erforderlich zu beschädigen. Zweckmäßigerweise wird der Geiztrieb
kurz angefasst und im engen Winkel seitlich mit einem kurzen Druck
weggebogen, üblicherweise bricht darauf der Trieb unmittelbar in der
Achsel ab.
Im Übrigen können die Geiztriebe für die vegetative
Vermehrung verwendet werden. In Wasser gestellt erfolgt recht bald eine
intensive Bewurzelung, die Pflanze braucht dann nur noch auf die
Erdkultur vorbereitet werden und kann dann den Pflanzenbestand
verstärken.
Zu diesem Zweck sollten die Geiztriebe beim Ausbrechen schon
eine gewisse Größe erreicht haben. Falls keine Bestandserweiterung
gewünscht ist, können die Geiztriebe natürlich aus schon im kleinen
Wuchsstadium entfernt werden.
Durch das Ausgeizen wird der Wuchs in der Hauptrichtung
gefördert. Da Pflanzen im Freiland aber nur eine bestimmte Wuchshöhe
erreichen können ohne instabil zu werden, dürfen sie zwar an einem
Rankgerüst angebunden werden, sind dann aber schwer zu erreichen.
Neben dieser Variante besteht aber auch die Möglichkeit, die
Pflanzen waagerecht über den Boden zu leiten und an einer gespannten
Schnur zu befestigen. Auf diese Weise können beträchtliche Wuchslängen
und entsprechende Erträge erreicht werden.
Hat die Pflanze ihre geplante Größe erreicht, wird durch das
Ausgeizen erreicht, dass die gesamte Energie der Pflanze dann nicht
mehr für den Wuchs, sondern ausschließlich für die Fruchtbildung
verwendet wird.
Grundlage für ertragreiche und gesunde Pflanzen ist zum einen
eine entsprechende Düngung und zum anderen ein geeigneter
Pflanzenschutz. Ein Problem der Tomatenkultur ist die Braunfäule. Ein
einsetzender Befall vernichtet rasch die gesamte Pflanze, als einziger
Schutz bleibt die vorbeugende Isolierung der einzelnen Pflanzen durch
entsprechende Tomatengewächshäuser.
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