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Gartengemeinschaft - Gemüsegarten - Tomatenhaus

Tomatenhaus





Frische, Sonnengereifte Tomaten aus dem eigenen Garten, ein Hauch frischer Basilikum und würziges Olivenöl. Das ist der Geschmack des Sommers, von dem jeder Hobbygärtner träumt.

Die feuchtkühle Witterung in unseren Breiten holt uns spätestens im Juni auf den traurigen Boden der Realität zurück: Nachdem die letzten Nachtfröste den zarten Pflänzchen böse zugesetzt haben, die Nacktschnecken ihr Werk der Zerstörung vollbracht haben, dürfen wir hilflos zuschauen, wie die Kraut- oder Braunfäule unseren Pflanzen den Rest gibt.

Eine Möglichkeit, den Widrigkeiten des Gärtnerlebens ein Schnippchen zu schlagen, ist der Aufbau eines Tomatenhauses. Ein Gerüst aus Holz oder Metall, das in der Erde oder einem Sockel verankert wird, eine durchsichtige Plastikfolie, die am Gerüst befestigt wird: das ist die minimalistische Variante eines Tomatenhauses für die schmale Geldbörse. Allerdings kann der erste heftige Sturm, stärkerer Regen oder gar Hagel großen Schaden an der Konstruktion anrichten.

Durchsichtige Kunststoffplatten sind zwar teurer, will man aber länger Freude am Tomatenhaus haben, sollte man doch etwas tiefer in die Geldtasche greifen.

Durch ein sicheres Dach über dem Kopf sind die Tomaten gegen Regen geschützt, der die gefürchteten Pilzsporen der Krautfäule mit sich trägt. Das heißt natürlich für den Hobbygärtner, dass er sich nicht mehr auf den „Segen von oben“ verlassen kann, sondern für das Gießen der Pflänzchen selbst verantwortlich ist. Dabei sollte beachtet werden, dass die Wassergabe direkt an der Wurzel erfolgt, die Blätter sollten dabei möglichst trocken bleiben, um dem Pilz keine Grundlage zu bieten. Wer ganz sicher gehen will, wird die untersten Blätter entfernen, denn Sporen können sich auch im Boden befinden.

Idealerweise verfügt ein Tomatenhaus über stabile Seitenteile, die sich bei Bedarf problemlos entfernen lassen. Einerseits wird so die gefürchtete spanische Wegschnecke abgehalten, die vorwiegend nachts auf Beutezug geht. Ebenso sind die kälteempfindlichen Pflanzen im zeitigen Frühjahr und im Spätherbst vor frostigen Nächten geschützt – die Ernteperiode wird dadurch deutlich verlängert. Untertags hingegen wird das Tomatenhaus geöffnet, frische Luft kann zirkulieren, die Pflanzen werden abgehärtet und nützliche Insekten haben freien Zugang, um die Blüten zu bestäuben.

Die Stangen, auf die die Tomaten gebunden werden, sollten vor der Gartensaison gründlich gereinigt werden, um etwaige anhaftende Pilzsporen zu entfernen. Noch sicherer ist es, zum Aufbinden Schnüre zu verwenden, die man zwischen den Gerüststangen des Tomatenhauses aufspannt. An ihnen lassen sich die Pflanzen mühelos befestigen und nach der Ernte werden sie entsorgt.

Im Winter sollte das Tomatenhaus nach Möglichkeit abgebaut werden, denn größeren Schneemassen würde es nicht standhalten.


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