Ein Fenster abzudichten wird vornehmlich bei Fenstern notwendig, welche bereits eine längere Lebensdauer hinter sich haben. Mit der Zeit und dem Einfluss der unterschiedlichsten Witterungen können Gummi- und Kunststoffdichtungen spröde und undicht werden.
Im Prinzip werden Fenster in der Regel aus zwei unterschiedlichen Aspekten heraus abgedichtet. Zum einen kann es eine akustische Belastung sein, welche die Eigentümer dazu anhält, die Fenstergläser und Rahmen besser gegen Schall zu isolieren. Derartige Maßnahmen kommen zum Beispiel in Wohnhäusern zum Einsatz, welche nahe einer stark befahrenen Straße oder Bahntrasse liegen. Um derartige Wohnungen noch effektiv vermieten zu können, bauen viele Eigentümer zunächst Schallschutzvorrichtungen in ihre Fenster ein und dichten diese zusätzlich ab.
Auch eine Geruchsbelastung von Außen kann das Abdichten von Fenstern notwendig machen. Zeigt eine Fensterseite beispielsweise in Richtung einer viel befahrenen Straße, können neben der Lautstärke auch Abgase eine große Belastung für die Anwohner darstellen. Um diese zu mindern, müssen die Gummidichtungen an den zugehörigen Fenstern- wie auch an den Rahmen in regelmäßigen Abständen erneuert werden.
Zum Fenster Abdichten sind nun verschiedene Möglichkeiten gegeben. Zunächst muss festgelegt werden, gegen welche äußeren Einflüsse abgedichtet werden soll. Entsprechend der bisherigen Erläuterung können Dichtungen gegen Lärm, Staub und Abgase oder beides eingebaut werden. Am leichtesten lässt sich eine gute Isolierung gegen Staub mittels selbstklebender Schaumstoffdichtungen erzielen. Diese können im Fensterfachmarkt- oder Baumarkt problemlos erstanden werden. Jedoch können sich die zugehörigen Preise hier stark unterscheiden. Es lohnt sich also in diesem Zusammenhang durchaus einen vorherigen Preisvergleich der unterschiedlichen Anbieter durchzuführen.
Weiterhin müssen die richtigen Größen der selbstklebenden Dichtungsbänder erworben werden. Hierzu genügt es bereits, die alten bestehenden Dichtungen in Breite und Länge zu vermessen. Somit kann im Baumarkt sofort die richtigen Maße erworben werden. Sind alte Dichtungen nicht mehr vorhanden oder bereits schwer beschädigt, kann auch der Fensterfalz als Maßansatz dienen.
Problematisch sind vornehmlich bei älteren Häusern die Übergänge von Fensterbrett zum Fenster. Hier kann oft Zugluft hindurch treten, da ältere Isolierungen meist nicht in ausreichender Art und Weise impliziert wurden. Eine moderne und vor allem schnell umzusetzende Methode hierfür ist das Silikon. Dieses lässt sich sauber verarbeiten und erzielt eine sehr gute abdichtende Wirkung.
Wichtig bei der Verwendung des Silikonfüllers ist das akkurate Abkleben der anliegenden Fensterabschnitte. Getrocknetes Silikon lässt sich nämlich nur sehr aufwändig vom Kunststoffrahmen eines Fensters wieder entfernen. Gleiches gilt auch für Holzrahmenfenster. Um anschließend eine saubere Kante als Abschluss zu erhalten lassen sich im Fachhandel erhältliche Abzieher verwenden. Werden diese vor dem Einsatz noch mit Seifenwasser gespült, haftet das Silikon nicht an ihnen an und lässt sich schnell und akkurat abziehen.
Um Energie zu sparen ist neben der Lärm- und Abgasisolierung heute auch das Wärmedämmen ein wichtiger Aspekt im Fensterbau. Die hierdurch zu realisierenden Einsparungen amortisieren die höheren Erwerbskosten innerhalb von durchschnittlich 10 Jahren. Dementsprechend kann es also durchaus sinnvoll sein, einmal genauer über das Thema Fenster Abdichten nachzudenken.
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