Eine Gartentoilette ist eine sinnvolle und meist
unumgängliche Einrichtung, wenn man sich
regelmäßig über einen längeren
Zeitraum in seinem Garten aufhält. Befindet sich der Garten
direkt am Haus, so wird man im Bedarfsfall natürlich auch die
Toilette im Haus aufsuchen, ist der Garten jedoch weiter entfernt,
sollte man sich zu dem Thema des Toilettengangs schon Gedanken machen.
Viele Gartenbesitzer nutzen eine bestimmte Stelle in ihrem Garten, zum
Beispiel einen Busch, einen Baum oder eine stille Ecke, um dort ihre
Blase zu entleeren.
Werden dadurch keine Nachbarn oder Passanten belästigt, ist
ökologisch gesehen dagegen nichts einzuwenden. Schwieriger
dagegen wird es, wenn der Darm entleert werden muss.
Dafür eignet sich dann eine Gartentoilette in jedem Fall
besser.
Die Gartentoilette kann man ganz leicht selbst errichten.
Wichtig ist dabei jedoch die Bodenbeschaffenheit. Am besten eignet sich
ein lockeres und wasserdurchlässiges Erdreich. Lehmboden ist
weniger geeignet, da sich dort Staunässe bildet und Wasser
nicht abfließen kann.
Um die Gartentoilette anzulegen, wählt man am besten
ein ebenes Stück Garten, und platziert sie möglichst
in einer wenig frequentierten Ecke und mit entsprechendem Abstand zu
den nächsten Pflanzungen. Gerüche lassen sich
besonders in den Sommermonaten häufig nicht vermeiden, und
diesen sollte man ausweichen können. Als erstes muss ein
großes Loch ausgehoben werden. Je nach Anzahl der Benutzer
können die Maße 50 x 50 cm ausreichen, etwas
größere Gruben bieten aber den Vorteil des besseren
Abfließens. Die Tiefe des Lochs sollte ebenfalls mindestens
50 - 100 cm betragen.
Jetzt kann das Toilettenhäuschen gezimmert werden. In
von außen nicht einsehbarem Gelände kann dabei auf
die Anbringung eines Daches verzichtet werden, da der
natürliche Regen und die Sonneneinstrahlung die
Selbstreinigung der Anlage begünstigen. Technisch versierte
Baumeister nutzen das Dach jedoch zur Gewinnung von Regenwasser, das
ebenfalls zur Reinigung und zum Nachspülen benötigt
wird.
Über der Grube muss jetzt noch eine Sitzvorrichtung
angebracht werden, die sich zum Beispiel mit einem breiten Brett mit
Loch oder zur Not auch nur mittels eines Balkens realisieren
lässt. Eine Vorrichtung zum Festhalten ist unverzichtbar. Ein
Eimer zum Nachspülen mit Wasser sollte ebenfalls bereit stehen.
Je nach Nutzungsintensität kann eine Gartentoilette
so ohne weiteres funktionieren. Ähnlich dem Prinzip eines
Komposthaufens zersetzen sich die menschlichen Hinterlassenschaften in
der Gartentoilette oder trocknen einfach ein. Idealerweise kann man
jeweils zum Herbst die Grube auch wieder aufschütten und das
Toilettenhäuschen an einen anderen Platz mit einer neuen Grube
umstellen.
Wer zum Beispiel nur in großen Abständen
eine Gartentoilette benötigt, weil er zum Beispiel ein
großes Gartenfest mit vielen Personen veranstalten
möchte, für den lohnt sich die tageweise Anmietung
eines mobilen Toilettenhäuschens mit Chemikalieneinsatz.
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