Granit ist ein Naturstein - daher wird auch bei der
Gartengestaltung dieser Baustoff zur Gestaltung von Wegen, Vor- oder
Sitzplätzen in Erwägung gezogen. Allerdings gehören dabei einige
Vorkenntnisse dazu, um die richtige Wahl zu treffen.
Zunächst gibt es Granitpflastersteine in zahlreichen
Größenvarianten - hier gilt die Faustregel, dass Großpflaster zum Einen
für höher belastete Flächen wie etwa Einfahrtbereiche mit häufiger
Frequentierung durch Pkw, oder Lieferfahrzeuge anzuraten ist, zum
Anderen bei der Gestaltung von kleinen Flächen deplaziert wirkt und
bestenfalls als Randeinfassung für Kleinpflaster optisch anspricht.
Weiter ist Granit durchaus nicht gleich Granit - es gibt
erhebliche Qualitätsunterschiede bei den als robust und nahezu
unverwüstlich geltenden Steinen. Wer beispielsweise in Regionen mit
starken, anhaltenden Winterfrösten lebt, wird kaum darum herumkommen,
sich für einheimischen Granit zu entscheiden.
Dessen hohe Preise sind dadurch begründet, dass er nahezu
völlig von Wasseraufnahme frei bleibt und die sprichwörtliche
Granithärte über Jahrzehnte hinweg garantiert. Im Gegensatz dazu sind
manche aus dem fernen Ausland wie etwa China importierte Granitsorten
leider häufig mit dem Manko belastet, dass ihre Porigkeit das
Einsickern von Wasser zulassen und somit bei Frost das Zerspringen der
Steine begünstigen kann.
Gestalterisch lassen Granitpflastersteine - je nach Fantasie
und Können des Pflasterers - eine Vielzahl reizvoller Möglichkeiten
sowohl streng linearer als auch bogen- oder kreisförmiger
Mustervariationen zu, die noch durch die Tatsache an Ausdruck gewinnen,
dass Granit gebrochen wird und daher jeder einzelne Stein von Größe und
Optik her variiert. Eine mit Granitsteinen geschaffene Komposition
bietet damit einen interessanten Kontrast zur oft recht kühl und steril
wirkenden Optik gleichförmiger Betonsteine.
Da Granitpflastersteine als Bruchsteine für die Anlage von
Gehwegen oder kleinen Plätzen in der Regel unpoliert verwendet werden,
muss man allerdings beachten, dass deren Oberfläche nie wirklich
vollständig plan sein kann - wo häufig Damen mit hochhackigen Schuhen
flanieren möchten, ist insbesondere Kleingranit mit seinen
dazwischenliegenden vielen Fugen also eher fehl am Platz.
Auch in Bereichen, wo im Winter häufig Schnee geräumt werden
muss, kann Granitpflaster die Arbeit mit der Schneeschaufel durch
ständiges Hängen bleiben enorm erschweren. Zudem muss sich der Bauherr
im Klaren darüber sein, dass eine fachmännische Verlegung bei
Granitpflastersteinen das A und O ist, wenn man über Jahre hinweg
Freude damit haben will.
Wird etwa der Frostschutz-Untergrund zu knapp bemessen, bei
der Planung oder der Auswahl des Pflastersandes schlampig gearbeitet
oder nur schlecht zusammenpassendes, weil extrem ungleich gebrochenes
Pflaster verwendet, kann sich durch Frosteinwirkung oder ungewollte
Teilsetzung rasch die hässliche Buckel- oder Dellenbildung einstellen.