Auch wenn die Kettensäge im Garten nur gelegentlich benutzt wird, ist es bei den gröberen Gartenarbeiten sehr wichtig, spezielle Schutzkleidung zu tragen. Um Verletzungen vorzubeugen, darf an der richtigen Ausrüstung nie gespart werden. Bei den Arbeiten mit der Kettensäge ist der Beinbereich besonders gefährdet. Mit einer Schnittschutzhose können die Beine wirkungsvoll geschützt werden.
Das Tragen einer speziellen Schnittschutzhose zählt zu einer der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen bei den gröberen Gartenarbeiten, z.B. beim Heckeschneiden. Durch den Schnittschutz wird sichergestellt, dass die Kettensäge beim eventuellen Unfall ausschließlich die Kleidung, aber nicht den Träger verletzten kann.
Irrtümlicherweise denken viele Menschen, dass ein Schnittschutz nur durch eine dick gepolsterte Kleidung gewährleistet wird. Viele glauben, dass die schützende Funktion solcher Kleidung vor dem scharfen Kettenblatt durch entsprechende Protektoren erzielt wird. In Wirklichkeit sieht es aber ganz anders aus. Heutige Schnittschutzhosen werden meistens aus einem Mikrofasermaterial hergestellt und sind angenehm zu tragen. Der Schnittschutz ist nur auf spezielle Fasern und Webverfahren bei der Herstellung des Stoffes zurückzuführen. Der Stoff der Schutzbekleidung ist nämlich so angefertigt, dass er das Kettenblatt sofort mit seinen Fäden umwickelt und somit im Bruchteil einer Sekunde zum Stehen bringt.
Schnittschutzhosen bieten trotz ihrer guten Schutzeigenschaften keinen hundertprozentigen Schutz. Bei der Berührung des Stoffes kann es passieren, dass das Sägeblatt sich durch die Schutzkleidung schneidet. Bei hochwertiger Kleidung kommt es allerdings selten zu Schnittverletzungen – Sehnen oder Knochen werden in den meisten Fällen nicht durchtrennt.
Glieder werden genauso wenig abgetrennt. Es ist hier allerdings zu erwähnen, dass dieser Schutz nur dann geleistet wird, wenn die Schutzkleidung wirklich gute Schnittschutzeigenschaften vorweisen kann. Daher gilt es, bei dem Kauf nicht nur den Preis beachten. Viel wichtiger ist es, hochqualitative Kleidungsstücke auszuwählen, die von bekannten Herstellern stammen.
Produkte von namhaften Herstellern mögen womöglich teurer sein, doch die eigene Gesundheit ist es wert. Es wurde bei diversen Tests belegt, dass nicht jeder Schnittschutz seine Funktionen ausreichend erfüllt. Daher ist es unabdingbar, bei der Auswahl der Schutzkleidung auf hochwertige Profiprodukte zu setzen.
Grundsätzlich gibt es bei den Schnittschutzhosen 3 Formen (A, B, C) und 4 Schutzklassen, deren Aufteilung sich auf die Kettengeschwindigkeit bezieht. Je höher die Schutzklasse umso höher kann die Geschwindigkeit der Kettensäge sein. Für professionelle Arbeiter ist meistens eine Schnittschutzhose mit dem Schnittschutz im Vorderteil der Hose ausreichend (Form A, B). Für Laien, die ihre Säge nur selten benutzen, ist die Form C zu empfehlen, die einen Rundumschutz bietet.
Schnittschutzhosen sollten je nach Beanspruchung alle 1-2 Jahre erneuert werden, weil die Mikrofasern des Stoffes einem Alterungsprozess unterliegen. Als Folge, geht ihre Schutzwirkung stark zurück. Schmutz und Harz, häufiges Waschen und Trocknen der Schnittschutzhose hat auch einen negativen Einfluss auf deren Schutzfunktion. Wird die Schnittschutzhose repariert, dürfen die Reparaturen niemals die Schutzschicht betreffen, weil ihre Schutzfunktion dadurch beeinträchtigt oder gar aufgehoben werden kann.
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