Selber ein Spanferkel zuzubereiten ist der ultimative Traum der meisten Grillfans. Jedoch bedarf es hierfür für mehr als nur einen herkömmlichen Grill. Der Anlass für die Zubereitung eines solchen fleischigen Brockens ist schnell gefunden. Sei es ein Geburtstag oder eine Hochzeitsfeier, ein Spanferkel kommt mit Sicherheit bei jedem rauschenden Sommerfest gut an.
Nicht zu vergessen sind an dieser Stelle auch die Kosten für die bestellte Ferkelvariante. Wer herkömmlich nicht auf ein Spanferkel verzichten möchte, jedoch über keine entsprechende Apparatur verfügt, der muss nicht selten sehr tief in die Tasche greifen. Zudem kommt noch der Faktor Ästhetik hinzu. Es ist viel schön er und vor allem atmosphärischer, wenn man das Ferkel selbst über den eigenen Grill hängen kann. Hierfür reicht ein normaler Grill jedoch unter keinen Umständen aus. Immerhin handelt es sich bei einem richtigen Spanferkel nicht um eine schnell zuzubereitende Fastfood Mahlzeit, sondern um eine hochklassige Grillkreation, die Zeit und vor allem viel Hitze benötigt.
Besonders prägnant ist das Gewicht des zu grillenden Objektes. Ein Spanferkel ist besonders auf sehr großen Veranstaltungen immer gern gesehen. Jedoch verschätzt man sich häufig mit der Aufteilung der Portionen. Entscheidend hierfür ist das Lebendgewicht des Tieres.
Im Schnitt sollte man etwa 1 Kilogramm für jeden erwarteten Besucher einplanen. So kann dann ein Knappwerden des Fleisches weitgehend ausgeschlossen werden. Will man nun also einen Event mit etwa 100 Personen planen, wäre es angebracht etwa drei Spanferkel zuzubereiten. Hierzu sollte natürlich die entsprechende Technik vorhanden sein.
Entscheidend für eine geeignete Grillanlage ist ein Motor zur Rotation des Spanferkels. Dieser sollte möglichst gleichmäßig erfolgen und der Antrieb dementsprechend kraftvoll ausfallen. Hierzu wird jedoch zusätzlich eine passende Untersetzung benötigt. Das Schwein sollte sich nämlich eher langsam, mit circa drei bis fünf Umdrehungen pro Minute drehen.
Wichtig sind bei einer eigenen Konstruktion natürlich entsprechende Fähigkeiten, wie das Schweißen, das Drehen und das Vorhandensein herkömmlicher elektromechanischer Grundkenntnisse. Zusätzlich sind eine gut ausgestattete Werkstatt, sowie einige helfende Hände zu empfehlen. Wer beispielsweise einige Ersatzteiler von alten PKW auf dem Speicher hat, der könnte hier nun fündig werden. Für einen Spanferkelgrill benötigt es außerordentlich viel Metall.
Die passenden Zahnräder für die Antriebübertragung besorgt man sich im Vorfeld am besten in einem Fahrradgeschäft. Hier erhält man auch die passenden Ketten. Zunächst erfolgt nun das Schweißen des Untergestells. Dieses sollte möglichst stabil ausfallen, da es auch einiges an Gewicht aushalten muss. Nun erfolgt der Bau eines senkrechten Glutofens.
Dieser wird einseitig geschlossen, von der anderen Seite durch einen stabilen Gitterrahmen konzipiert. Hier wird später das Grillholz eingefüllt. Zusammen mit dem Grillspieß und dem Motor muss nun eine Befestigung am Untergestell erfolgen. Wer sich mit Elektrik auskennt, kann zusätzlich einen Schaltkasten mit passenden Relais einbauen. So wird das Grillen zum wahren Vergnügen, ohne dass das Spanferkel eine ständige Beaufsichtigung bräuchte.
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