Die Goji Beere stammt ursprünglich aus China und gehört zu den Nachtschattengewächsen. Die lateinische Bezeichnung ist Lycium Barbarum, sie wird auch als gemeiner Bocksdorn oder Wolfsbeere bezeichnet. Die Goji Beere wird in China schon seit vielen Hundert Jahren als Kräftigungsmittel und zur Steigerung der allgemeinen Vitalität auch in der traditionellen Chinesischen Medizin verwendet. Seit einigen Jahren erfreuen sich die Goji Beeren und daraus hergestellte Produkte in der ganzen Welt zunehmender Beliebtheit. Tatsächlich enthält diese Beere Vitamine und Mineralstoffe in hoher Konzentration und außerdem einen Hohen Gehalt an Antioxidanten.
Die Goji Beere stellt keine besonderen Ansprüche an ihre Umwelt und gedeiht hervorragend auch in kälterem Klima. Sie ist für den Anbau bei uns in Deutschland geradezu ideal. Die Pflanzen sind winterfest und vertragen Temperaturen bis minus 26 Grad Celsius.
Vermehrt werden die Goji Sträucher als Stecklinge. Sie werden im Handel als junge Pflanzen mit Erdballen angeboten. Die gekauften Sträucher sollten möglichst sofort gepflanzt werden.
Die Pflanzlöcher werden ca. 30 Zentimeter tief ausgehoben, dabei sollte der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen mindestens einen Meter betragen. Die Pflanzen werden einfach in das Erdloch gesetzt welches anschließend mit Erde aufgefüllt wird. Der Erde gibt man am besten schon bei der Pflanzung etwas organischen Dünger bei. Nun sollten die Pflanzen fest angetreten und gut gewässert werden.
Um Staunässe zu vermeiden werden die Pflanzen später nur noch bei trockener Witterung gegossen.
Die Goji Sträucher gedeihen sowohl in sonniger wie auch in halbschattiger Lage gut, wobei ein sonniger Standort vorzuziehen ist. Lediglich vollschattige Plätze verträgt die Goji Beere nicht.
Goji Pflanzen können auch problemlos in Kübeln zum Beispiel auf dem Balkon oder der Terrasse kultiviert werden, dann sollte der Topf jedoch groß genug sein, die Sträucher können bis zu 2 Meter hoch werden.
In der Regel tragen die Goji Sträucher bereits im ersten Jahr nach der Pflanzung schon Früchte. Die Ernte fällt jedoch in den Folgejahren reichhaltiger aus.
Spätestens im dritten Jahr können die Sträucher geschnitten werden, dabei lässt man 5-7 Haupttriebe stehen und kürzt die übrigen auf ca. 60 Zentimeter zurück. Die Goji Beere ist relativ robust, sie kann gelegentlich jedoch von Mehltau befallen werden. In diesem Falle ist zum Beispiel der Einsatz eines biologischen Spritzmittels gegen Mehltau ratsam.
Der Geschmack der Goji Beeren ist säuerlich und erinnert an Cranberrys. Die Früchte können vielfältig verarbeitet werden, zum Beispiel zu Marmeladen, Saft, Süßspeisen und Gebäck oder einfach pur gegessen werden. Man kann sie auch trocknen und wie Rosinen verwenden oder einfrieren.
Manchmal liest man, die Goji Beeren seien giftig. Mittlerweile ist dies jedoch mehrfach wissenschaftlich widerlegt worden. Die Goji Beeren sind nicht giftig und können bedenkenlos gegessen werden.