Johannisbeersträucher eignen sich insbesondere als Begrenzung
z.B. hin zum Gemüsegarten, oder um den Kompostplatz abzuschirmen. An
dieser Stelle möchten wir auf die roten und weißen Johannisbeeren
eingehen, und die schwarzen Johannisbeeren gesondert betrachten, weil
sich die beiden zuerst genannten hinsichtlich der Ansprüchen und der
Pflege ähneln.
Rote Johannisbeeren schmecken eher säuerlich, während weiße
Johannisbeeren über einen süßen Geschmack verfügen.
Der Standort
Die Johannisbeere bevorzugt einen sonnigen, luftigen
Standort. Im Notfall kann diese jedoch auch an einem halbschattigen
Platz gepflanzt werden. Der Standort ist bei den Johannisbeeren
maßgeblich für den Geschmack verantwortlich. So schmecken jene Beeren,
die an einem schattigen Standort wachsen, eher säuerlich, während jene
Früchte, die an einem sonnigen Standort sind, mehr Zucker enthalten und
somit angenehm süß schmecken.
Ein leicht säuerlicher Boden mit einem pH-Wert von 6 ist für
rote und weiße Johannisbeeren perfekt. Um für ausreichend Nährstoffe zu
sorgen, sollte der Boden vor dem Pflanzen mit Kompost aufgebessert
werden. Achten Sie zudem darauf, dass der Boden von hartnäckigem
Unkraut wie z.B. Ackerwinde und Quecke befreit wird.
Johannisbeeren pflanzen
Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzen, ist bei den
Johannisbeeren nicht das Frühjahr der optimale Zeitpunkt zum pflanzen,
sondern der Herbst. Dies liegt vor allem daran, dass die Johannisbeeren
sehr früh austreiben. Sollten Sie sich trotzdem für das Frühjahr
entscheiden, sollte das Pflanzen so früh wie möglich erfolgen. Möchten
Sie eine ganze Reihe Johannisbeersträucher pflanzen, so sollte zunächst
der Boden bis circa einen halben Meter tief gelockert werden. Nach dem
Auflockern können Sie die kompostierte Erde besser verteilen.
Denken Sie daran: weniger ist mehr! Aus diesem Grund sollten
Sie wissen, dass vier Sträucher für eine Familie mit zwei Kindern
völlig ausreichen. Pflanzen Sie mehr, besteht stets die Gefahr, dass
die Sträucher zu eng stehen und somit nicht optimal wachsen können, was
sich zugleich im mangelnden Ernteerfolg bemerkbar macht.
Bei starkwüchsigen Johannisbeeren, sollten Sie einen
Pflanzabstand von 2 Metern wählen. Bei schwachwüchsigen Arten hingegen
reicht ein Abstand von 1,50 Meter.
Bevor die Johannisbeeren in die Erde gepflanzt werden, müssen
zunächst beschädigte Wurzelteile bis zum gesunden Teil
zurückgeschnitten werden. Wenn Sie den Strauch in das Pflanzloch
stellen, sollten Sie die Wurzeln mit feuchtem Torf versorgen. Nun
können Sie das Loch mit der Erde ausfüllen und die Erde um die
Pflanzstelle daraufhin leicht festtreten. Nun kann die Pflanze gegossen
werden.
Johannisbeeren schneiden
Nachdem die Johannisbeeren gepflanzt wurden, werden
nur 6 Triebe stehen gelassen, wobei diese kräftig zurückgeschnitten
werden. Durch den kräftigen Rückschnitt sorgt man für einen umso
stärkeren Austrieb. In den weiteren Jahren ist es optimal, wenn man
sich für circa 10 kräftige Triebe pro Strauch entscheidet. Ältere,
schwächere Triebe müssen entfernt werden, um Platz für neue Triebe zu
bieten. Alte Triebe erkennt man insbesondere am dunklen Holz. In der
Regel handelt es sich dabei um Triebe, welche bereits älter als 5 Jahre
sind.
Pflege / Düngung
Zur Verbesserung des Bodens, sollte dieser jedes Frühjahr mit
reichlich Kompost ausgestattet werden. Darüber hinaus ist es sinnvoll
einmal jährlich Volldünger zu verwenden, um den Nährstoffgehalt des
Bodens zu verbessern.
Da es sich bei den Johannisbeeren um sehr flachwurzelnde
Pflanzen handelt, ist eine Bodenabdeckung mit Mulch sehr nützlich. Für
eine solche Mulchdecke lohnt sich die Verwendung von Rasenschnitt.
Apropos Rasen: Pflanzen Sie Ihre Johannisbeersträucher nie
auf Rasen, sondern auf offenem Boden, da der Rasen den Sträuchern die
Nährstoffe entzieht, und somit fast keine Früchte zustande kommen.
Fruchtreife
Joahnnisbeeren blühen im April. Über die Beeren kann man sich
im Juli erfreuen. Ein roter Johannisbeerstrauch kann in der Saison
circa 12 Kilogramm Beeren tragen.
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