Ein Kirschbaum darf in keinem Garten fehlen. Die Früchte des Kirschbaums, die meist als Zwillingspaar wachsen, erfreuen die Herzen der Kinder. Darüber hinaus sind sie ein wertvoller Mineralstoff- und Vitaminspender für Groß und Klein. Die Inhaltsstoffe der Kirsche unterstützen die Stärkung der Knochen und Zähne, wirken entzündungshemmend und lindern Kopfschmerzen. Die schmackhaften roten Früchte des Kirschbaums sind sogar ein gutes Hausmittel gegen Fieber. Vor allem die Süßkirche ist wegen ihrer Köstlichkeit sehr beliebt. Zudem ist sie, was die wertvollen Inhaltsstoffe betrifft, der Sauerkirsche überlegen. Besonders gesund sind dunkelrote Früchte. Sie enthalten weit mehr Eisen, Zink und Vitamin A als die helleren Kirschsorten.
Der Kirschbaum ist ein Steinobstgewächs aus der Familie der Rosengewächse und gehört zur Gattung der Laubwerfenden Bäume. Seine Blätter sind länglich-oval und 7 bis 15 Zentimeter lang. Ein Süßkirschbaum kann eine Wuchshöhe von bis zu 30 Metern erreichen. Er wird auch Vogelkirsche genannt, weil von seinen leckeren Früchten nicht nur die Menschen, sondern auch Amseln und Stare angelockt werden.
Die Kirschblüte findet im April bis Mai statt. Frühreifende Sorten, wie "Burlat", sind vor Madenbefall geschützt, weil ihre Kirschen schon reifen, bevor die Kirschfruchtfliege geschlüpft ist. Falls es während der Reifezeit zu häufigen Regenfällen kommt, neigen die Kirschen dazu zu platzen. Platzfeste Süßkirschensorten sind "Namati", "Sunburst" "Regina" und "Namosa".
Für einen Kirschbaum ist ein warmer Standort ideal, denn dann ist die Gefahr, dass die Blüten durch Spätfröste geschädigt werden, gering. Relativ frostresistente Sorten sind "Morellenfeuer", "Werderscheu" und "Namosa". Weniger Hochwachsende Kirschbäume und Strauchkirschen erleichtern die Ernte der Früchte.
Zur Befruchtung des Kirschbaums ist ein zweiter Kirchbaum im Umkreis von 150 Metern nötig. Sollte kein zweiter Kirschbaum vorhanden sein, muss eine Kirschbaumsorte, die sich selbst befruchtet, gekauft werden. Wenn der Baum nicht so hoch wachsen und dennoch reichlich tragen soll, ist es wichtig, eine veredelte Pflanze mit einer so genannten Schwachwachsenden Unterlage zu wählen.
Die Unterlage ist ein kurzer Stamm mit Wurzeln, auf den die fruchttragende Edelsorte aufgesetzt wird. Nach dem Kauf sollte man das veredelte Kirschbäumchen möglichst schnell einpflanzen. Das Pflanzloch muss dem Umfang des Wurzelballens entsprechen. In der Regel genügt schon die Tiefe eines Spatenstichs.
Um schon in den ersten Jahren viele Kirschen ernten zu können, muss darauf geachtet werden, dass der Veredlungsknoten, der sich etwa 10 Zentimeter oberhalb des Wurzelansatzes befindet, knapp über der Erdoberfläche liegt. Doch auch wer sein Bäumchen aus Versehen etwas zu tief eingegraben hat, kann Früchte ernten. Er muss nur etwas länger auf reiche Erträge Sonnengereifter Kirschen warten.
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