Obstbäume stehen primär aufgrund ihrer Früchte in den Gärten
vieler Millionen Deutscher. Der Schnitt eines solchen Obstbaumes sollte
immer als Optimierung gesehen werden, denn letztlich trägt jeder
Obstbaum Früchte, sonst würde es auch kein wild wachsendes Obst geben.
Ein guter Obstbaumschnitt ist dennoch sehr hilfreich, weil
dieser dafür sorgt, dass der Baum schon sehr zeitig blüht. Diese
Optimierung der Blühte sorgt letztlich auch für eine reiche Ausbeute
was die Früchte beträgt.
Sehr entscheidend ist beim Obstbaumschnitt die Unterscheidung
verschiedener Äste. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Ast, welcher
stark aufrecht wächst, nur in wenigen Fällen viele Früchte trägt. Nimmt
man hingegen die vielen kleinen Schösslinge im Beriech der Baumkrone
zurück, wachsen diese nach – und zwar umso umfangreicher. Wachsen nun
später an diesen Früchte, wird das Gewicht der Früchte dafür sorgen,
dass sich diese nach unten biegen.
Geplantes Vorgehen ist beim Schneiden eines Obstbaumes sehr
wichtig, denn der Obstbaumschnitt „auf gut Glück“ wird dem Baum
höchstwahrscheinlich mehr schaden als nutzen.
Die Steuerung des Austriebs erfolgt am besten durch gezielte
Kerbschnitte. Eine Knospe lässt sich vor allem dann gut stimulieren,
wenn man den Schnitt circa einen Zentimeter über der Knospe ansetzt.
Schneiden Sie das Holz sehr behutsam. Der Kerbschnitt sollte zwar unter
die Rinde bis in das tiefere Holz gehen, jedoch sollte die Wunde so
klein wie möglich gehalten werden, damit diese schnell wieder verheilen
kann.
Ein Kerbschnitt kann grundsätzlich sowohl über der Knospe,
als auch unter der Knospe angesetzt werden. Über der Knospe ist dann zu
empfehlen, wenn die Knospe sich zu einem kräftigen Seitentrieb
entwickeln soll. Entscheiden Sie sich für den Schnitt unter der Knospe,
verkleinert sich diese und wird zu einer Fruchtknospe.