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Gartengemeinschaft - Obstgarten - Pfirsichbaum pflanzen / schneiden

Pfirsichbaum pflanzen / schneiden





Der Pfirsich (Persea americana) ist eine inzwischen weit verbreiteter Steinobstbaum, der sich durch äußerst wohlschmeckende Früchte auszeichnet. In sehr vielen Variationen hat die gezielte Zucht einige Sorten hervorgebracht, die nach ihren Ansprüchen und Erträgen auf den Gärtner abgestimmt werden können.

Schon beim Anpflanzen stellt der Pfirsich einige Ansprüche an seinen Standort - der Boden darf keinesfalls sandig und leicht trocknend sein, sollte humushaltig aber nicht schwer und dauerfeucht sein. Auch zu stark kalkhaltige Böden bekommen dem Pfirsich nicht, daher sollte auch das Gießwasser immer etwas abgestanden sein, um der Kalkbildung vorzubeugen.

Der Pfirsich braucht viel Licht. Direkte Sonne kann der Baum vertragen, solange er nicht gleichzeitig an den Wurzeln trocknet. Wind und Wetter sowie tiefe Temperaturen verträgt der Baum dagegen schlechter, Frostschäden mindern oft den Fruchtertrag im folgenden Jahr.

Am besten erfolgt das Anpflanzen im Frühjahr, sobald die Erde weich genug für die Grabung ist. Handelt es sich bei dem erstandenen Exemplar um ein junges Gewächs, das schon vorzeitig Blüten bildet, so sollten diese im ersten Jahr schon frühzeitig abgenommen werden.

Die Ausbildung von Früchten ist für einen jungen Baum zu kraftaufwendig und könnte ihn auch für die folgenden Jahre verderben. Solche Blüten entstehen meist aus Stress wegen der suboptimalen Bedingungen bei Transport und Umpflanzung, können aber schon befruchtet werden.

Die heutigen Zuchtformen des Pfirsichs bilden auch Früchte aus Blüten, die nicht befruchtet wurden, doch wesentlich höher ist der Ertrag natürlich bei befruchteten Blüten. Unsere heimischen Insekten kümmern sich bereitwillig um die süßlichen Pfirsichblüten, doch kann der Gärtner die Befruchtung erleichtern, indem er mehr als einen Baum anpflanzt.

Hier muss unbedingt darauf geachtet werden, die jungen Bäume nicht zu nahe aneinander zu setzen, da sich aus den immer wieder absterbenden Wurzelhärchen Amygdalin bildet. Dieser Stoff wird von Bakterien zu einer Blausäureverbindung umgesetzt, die vor allem für Steinobst schädlich ist. Daher empfiehlt es sich, den Pfirsich abwechselnd mit anderen Gewächsen zu setzen, die weniger empfindlich sind.

Früchte werden im Allgemeinen nur an den Trieben getragen, die im Vorjahr gebildet wurden, daher wird der Pfirsich am besten in der Zeit der beginnenden Blüte beschnitten. Hier kann bereits beurteilt werden, welche Triebe sich für den gesamten Wuchs und für das Tragen der Früchte eignen und welche nicht. Nach innen stehende Triebe werden dicht an der Sprossachse geschnitten, nach außen Stehende werden nur auf etwa ein Drittel gekürzt.

Hat ein Leitast offensichtlich ausgedient, da er keine Früchte mehr trägt, so wird er tief an seinem Ursprung geschnitten und ein ertragreicherer Seitenast wird durch eine mechanische Stütze nach oben gerichtet.

Der Schnitt zur Bestimmung eines neuen Leitastes wird nach der Fruchternte vollzogen.

Mit dem Pfirsich holt man sich einen hübschen und fruchtfreudigen Baum ans Haus, der etwas mehr Pflege und Aufmerksamkeit braucht.


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