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Gartengemeinschaft - Obstgarten - Physalis

Physalis





Die schmackhaften Früchte der Pflanze aus den peruanischen Anden finden sich in unseren heimischen Supermärkten und Obstständen.

Mit ein bisschen Geschick und einem grünen Daumen kann jeder Pflanzenfreund die Physalis auch in Mitteleuropa hochziehen und die orangefarbigen Früchte im Eigenanbau genießen.

Die Frucht der Pflanzen ist von einer Hülle umgeben, die sich wie ein Lampion um die etwa kirschgroße Leckerei hüllt. Bevor die Frucht geerntet wird, ist die Hülle noch grün. Nachdem sie geerntet wurde, trocknet die Hülle langsam und nimmt eine helle, gelbe Farbe an. Die Blätter des Nachtschattengewächses sind kräftig, dunkelgrün und herzförmig. Die Pflanze kann einen Meter hoch werden.

Der Anbau der Physalis in einem mitteleuropäischen Garten erfolgt mit ganz normaler Gartenerde. In der Regel wird die Pflanze nur einjährig gezogen. Bevor der winterliche Frost einsetzt, kann die Physalis im Keller des Hauses am Stock weiter gezogen werden, wodurch sich die Freude am Gewächs für den Gärtner etwas verlängert. Wenn man die Sämlinge der Pflanze selbst ziehen möchte, sollte im Februar oder März damit begonnen werden. Der Sämling braucht relativ viel Licht; in einem späteren Wachstumsstadium kann er in der vollen Mittagssonne stehen. Im warmen Mai kann die Pflanze dann draußen im Garten ausgesetzt werden, möglichst an einer Stelle mit sehr viel Licht. Die Samen der Physalis werden aus der Frucht gewonnen, die man entweder von der Pflanze des Vorjahres oder im Supermarkt bekommt. Das Fruchtfleisch enthält die kleinen Samen, die einfach mit dem Fleisch auf Küchenrolle getrocknet werden können.

Bei der Anzucht der Pflanze kann keine normale Gartenerde benutzt werden, sondern man sollte auf Anzuchterde oder Torf zurückgreifen. Diese Substrate haben einen geringen ph-Wert und werden locker in einer durchsichtigen Schale verteilt. In einem feuerfesten Gefäß, das durch einen aufliegenden Deckel vor dem Austrocknen schützt, kann das nasse Substrat fünfzehn Minuten lang bei 160 Grad Celsius in der Mikrowelle vorbereitet werden. Dieser Vorgang tötet alle sich in der Erde befindlichen Keime und Pilze ab, die dem empfindlichen Sämling schaden könnten. Die getrockneten Samen werden auf dem lockeren Substrat verteilt. Ungefähr einen Finger breit Erde wird auf den Samen verteilt, die dann mit einer Sprühflasche gewässert werden. Dieser alte Trick verhindert, dass die kleinen Samen wegschwemmen.

Die im Garten ausgesetzte Physalis muss im Grunde nicht gedüngt werden, da eine gute Gartenerde alle benötigten Nährstoffe enthält.

Die Pflanze wird mit der Gießkanne gegossen und braucht viel Wasser. Die Früchte der Pflanze können nach dem Ernten circa eine bis zwei Wochen in einem kühlen, trockenen Raum gelagert werden.




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