Weinreben haben auch in einem kleinen Garten Platz und bieten
einen schönen Blickfang, besonders wenn sie Früchte
tragen oder sich im Herbst ihr Laub bunt einfärbt.
Möchte man sich so einen schönen Anblick im Garten
verschaffen, sollte man im Vorfeld einiges beachten.
Da Weinreben recht anspruchsvolle Pflanzen sind, sollte man
sie stets in sonniger und warmer Lage pflanzen. Anbieten tut sich
hierfür eine Hauswand zur Südseite. Auch der Boden
muss gut vorbereitet werden, da Weinreben einen
nährstoffreichen Boden bevorzugen.
Die nächste Frage stellt sich im Gartenmarkt, denn dort muss
man die Entscheidung zwischen Edel- oder Hybridreben treffen. Da die
Edelreben anfälliger sind, bietet sich für den
Weinrebenneuling die Hybridrebe an, denn diese sind nicht so
anfällig gegenüber Pilzkrankheiten und
benötigen keine besonderen Schutzmaßnahmen.
Nach dem erfolgreichen Kauf der Weinreben, sollte man diese erst einmal
gut wässern. Anschließend kann man mit dem Aushub
der Pflanzstelle beginnen. Der Ballen der Rebe sollte in ein Gemisch
aus Kompost und Erde gepflanzt werden. Beim Pflanzen muss auf die
Veredlungsstelle der Pflanze geschaut werden, diese sollte gute 4
Zentimeter über dem Boden sein.
Da die jungen Pflanzen noch recht klein sind, bietet es sich an, gleich
bei der Pflanzung für das Rankspalier zu sorgen. Sollen die
Reben an der Hauswand wachsen, bietet sich ein Drahtspalier, das man
selbst anlegen kann, an. Man könnte aber auch für
jede Pflanze eine Rankhilfe im Gartenmarkt kaufen und diese an der
Hauswand befestigen.
Spannt man das Drahtspalier selbst, sollte man auf
Rankabstände zwischen 80 und 100 Zentimeter achten. Der erste
Draht sollte etwa in 80 Zentimeter Höhe beginnen. Nun kann im
ersten Jahr ein Trieb von der Rebe hochgezogen werden. Entwickelt sich
dieser Trieb kräftig, kann später ein weiterer Trieb
in die zweite Rankstufe gezogen werden. Ganz wichtig ist das
Zurückschneiden der Triebe. Als Grundregel gilt
hierfür, zwei bis drei Augen stehen zu lassen, danach wird
abgeschnitten.
Die beste Zeit zum Zurückschneiden des Weines auch im
Hinblick auf eine gute Ernte ist im Frühjahr nach dem letzten
Frost. Nach dem Zurückschneiden bietet sich auch die beste
Gelegenheit, die Befestigung der Reben am Spalier zu kontrollieren.
Normalerweise ranken die Reben sich fest an das Spalier, so dass keine
zusätzliche Befestigung notwendig ist. Im Frühjahr
sollte auch die Düngung der Pflanzen mit Volldünger
erfolgen. Hat man so für seine Rebenpflanzen gesorgt, steht
bereits in Kürze eine reiche Ernte bevor.
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