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Gartengemeinschaft - Obstgarten - Weintrauben pflanzen

Weintrauben pflanzen





Die Weintraube ist vor allem dem Winzer als Rohstoff bekannt. Als süße Frucht wird sie aber auch gern in der Küche verwendet oder als Snack zwischendurch gegessen. Weintrauben sind Kletterpflanzen, die teilweise mannshoch auf Weinbergen wachsen - sie sehen aber auch im heimischen Garten schön und edel aus. Selbst in kleineren Gärten oder in Blumentöpfen auf der Terrasse lassen sich Weintrauben unterschiedlicher Sorten anbauen. Da die Wuchsmöglichkeiten der Pflanze so vielfältig sind, wird die Weintraube immer häufiger als ansehnliche Nutzpflanze angebaut.

Zunächst muss die Weintraubensorte ausgewählt werden. Es gibt süße und weniger süße, große oder kleine und verschiedenfarbige Früchte, zwischen denen man wählen kann. Der Fachmarkt oder das Gartencenter werden meist nur zu den Sorten beraten können, die sie selbst verkaufen. Wer eine bestimmte Sorte sucht, sollte sich an einen professionellen Züchter oder Winzer wenden. Eine weitere gute Anlaufstelle sind Online-Shops, da sie meist ein großes Sortiment haben und ebenfalls von Fachleuten geführt werden. Viele neue Züchtungen sind gegen typische Erkrankungen bei der Weintraube resistent, beispielsweise gegen Mehltau. Dies ist ein Qualitätsmerkmal, auf das man ebenfalls beim Kauf achten sollte.

Die Weintraube braucht einen sonnigen Standort. Sie gedeiht nur, wenn sie ausreichend Licht abbekommt. Windstill muss der Standort allerdings nicht sein, da die Weintraube leichte Windstöße nicht übel nimmt. Die Erde sollte luftdurchlässig sein und darf auch Steine oder anderes grobes Material enthalten. Nach der Pflanzung kann man den Boden mit Hornspänen auffüllen. Dieser wird aus den Hörnern von Schlachtvieh gewonnen und kann beispielsweise direkt vom Schlachthof bezogen werden. Anderen Dünger oder Tiermist braucht die Weintraube nicht und wäre damit überversorgt.

Die Weintraube braucht unabhängig vom Standort eine Möglichkeit zu klettern. Andernfalls entwickelt sie sich ungesund und wird langfristig absterben. Wenn die Weinrebe an der Hauswand hochklettern kann, sollte sie in einem Abstand von etwa 30-40 cm zur Wand eingesetzt werden. Das Loch selbst sollte mindestens 60-80 cm tief sein, damit sich die Wurzeln ungehindert ausbreiten können. Ein hölzernes oder metallenes Gerüst kann der Weinrebe beim Klettern helfen. Wenn sie im Blumentopf gehalten wird, wird ein Bambusrohr oder ein Metallstab verwendet, an das die wachsende Rebe mit Schnur befestigt werden kann, je größer sie wird. Der Blumentopf muss allerdings groß genug sein, um das Wachstum der Weinrebe zu unterstützen.

Ab dem dritten Jahr trägt die Rebe erste Weintrauben - anfangs sind es nur einige, danach werden es allerdings mehr. Ebenfalls im dritten Lebensjahr sollte die Pflanze zum ersten Mal geschnitten werden. Dies wird an einem frostfreien Tag im späten Winter oder zu Beginn des Frühlings gemacht. Wichtig ist es, die Weinrebe zu schneiden, bevor sie auskeimt. Die abgeschnittenen Zweige kann man anschließend als Stecklinge zu neuen Weinreben aufziehen.


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